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60 Jahre
Fischwirtschaft
in Rostock Marienehe



Bilder vom Fischereihafen aus den Jahren 1950 bis 1990 und nach der Wende 1990

Fischereihafen




Ständige Ausstellung
Hochseefischerei 1950-1990

Societät Rostock maritim e.V.


Hochseefischernachrichten


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Hochseefischernachrichten 02/2012 (16.02.12)

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Liebe Freunde der Hochseefischerei,

kommen wir zur „Costa Concordia“. Ich denke dieser Fall hat doch alle zum Nachdenken gebracht. Unabhängig davon ob der Kapitän für die Abweichung von der gewohnten Route eine Reedereiorder hatte, oder ob er jemand imponieren wollte ist es nicht zu verstehen wie leichtfertig Menschenleben und Werte aufs Spiel gesetzt wurden. Wenn von der Route abgewichen werden soll, muss ich mich doch informieren welche Besonderheiten es auf der neuen Route gibt und da hätte gesehen werden müssen, dass vor der Küste dieser zum Verhängnis gewordene Felsen ist. Auf einem Schiff in Fahrt ist auf der Brücke auch immer ein nautischer Wachoffizier. Dieser Wachoffizier hätte die Gefahr erkennen und den Kapitän warnen müssen. Aber auch der hat versagt und so konnte es zu dem Unglück kommen. Der Fall „Costa Concordia“ wird in die Geschichte der Seefahrt als Beispiel für Sorglosigkeit und Leichtsinn eingehen.

Am 27.Januar fand in Dresden wieder ein Stammtisch statt. Auch dieses Mal fanden sich 3 „Neue Ehemalige“ ein. Es spricht sich also weiterhin rum, dass es solche Aktivitäten gibt. Hauptthema war diesmal die Schiffstechnik. Dabei ging es um die Aufgaben der Techniker an Bord, deren Arbeit so wichtig für den Erfolg und die Sicherheit auf unseren Schiffen war. Gesprochen wurde auch über das Stammtischtreffen am 23. Juni in Dresden und über das Rostocker Treffen am 12. Mai. Man beschloss auch für das Treffen in Rostock Spenden zu sammeln. Für diese Initiative und Bereitwilligkeit werden die Rostocker Organisatoren dankbar sein.

In Friedrichsbrunn in der „Unterklippe“ gab es ein erstes Treffen der Besatzung der „Gotha“ Der Organisator war Günther Zippel. Er bereitet nun, ein zweites „Gothatreffen, wie er es nennt, vor. Es soll vom 11. bis 13. Mai in Rostock stattfinden. Dabei soll der 12. Mai für unser großes Treffen genutzt werden. Auch ein schönes Beispiel für die Nutzung der Gelegenheiten um ehemalige Kollegen zu treffen. Also „Gothafahrer“ auf nach Rostock..

Im März treffen sich in Stralsund die ehemaligen Direktoren unsers Kombinates. Es ist einfach eine lockere Wiederbegegnung unter ehemaligen Kollegen. In Dankbarkeit sollten wir unseren ehemaligen Direktoren ein paar harmonische Stunden wünschen, denn sie haben mit ihren Kollektiven die komplizierten Einsätze unserer Flotte möglich gemacht und das war nicht einfach und aufwendig. Ein großer Erfolg war auch, dass wir als einziger Betriebszweig die von uns erwirtschafteten Devisen für uns einsetzen konnten. Dadurch war es möglich unsere Schiffe beispielsweise immer mit den modernsten elektronischen Geräten auszurüsten und das war wichtig für den Erfolg und die Sicherheit. Über unsere Traditionsarbeit wird dort sicher auch einiges zu sagen sein. Dieses Treffen zeigt, dass es in unserer Führung ein gutes Verhältnis gegeben haben muss und das wirkte sich ja auch auf unser Betriebsklima aus.

Wer etwas Aktuelles über die Fischereisituation, die Hege und Besatzzahlen erfahren möchte der kann sich unter www.laffl.de/Fischerei.9.0.html informieren. Das ist, ich sage mal schlicht, das Fischereiamt im zuständigen Ministerium von MV

Ein Stralsunder Autor zitiert in seinem Buch „ Letzte Fischer“ folgenden Vers.

Von Nutten geliebt, von Jungfern gehasst,

die Heuer versoffen, verhurt und verprasst,

von außen vergammelt, von innen auf Draht,

so sind die Jungen von Fischkombinat.

Es soll ein bekannter Spruch gewesen sein. Ich habe ihn nie gehört. So ein „Kombinantsjunge“ ist mir eigentlich auch nicht begegnet. Aber auf Draht waren sie fast alle. Näheres in meinen nächsten Nachrichten.

Die nächsten Treffen sind: Am 11.02. Warener Stammtisch, am 21.02. Rostocker Stammtisch am 14.04. Thüringer Stammtisch.

Freundlichst Horst Seffner

 

 

 

 

Hochseefischernachrichten 01/2012 (16.01.12)

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Liebe Freunde der Hochseefischerei,

nun sind wir in unserem neuen Jahr 2012 und der Januar ist auch schon wieder so gut wie gelaufen. Zum Weihnachtsfest und zum Jahreswechsel hatte ich all meinen Lesern die besten Wünsche geschickt. Viele haben darauf reagiert und mir Wünsche vor allen für meine Gesundheit übermittelt. Die meisten verbanden diese Wünsche auch mit einem Dankeschön für meine Informationen. Hans Richter, der ehemalige Hochseefischer und spätere bekannte Maler und Grafiker, machte mich sogar zum „Chefredakteur“ der „Hochseefischnachrichten“. Das hätte ich gern, aber ich habe leider keine Redakteure, würde doch aber gern einige haben. Wenn es also was zu berichten gibt über uns, dann „Redakteur“ werden. Hier noch einmal danke für die Grüße und Wünsche.

Was bringt uns nun das Jahr 2012. Die Termine für die nächsten Stammtische und für die Klassen- sowie Besatzungstreffen sind bekannt gegeben.

Aus meiner Sicht gibt es drei Höhepunkte. Das wäre unser großes Treffen am 12. Mai in Rostock, das Stammtischtreffen in Dresden und das Treffen der Bruno-Apitz- Fahrer. Denn sie wollen feiern, dass ihr Schiff vor 30 Jahren in Dienst gestellt wurde.

Die Fischhalle 1 gibt es ja nicht mehr und der Hafen ist nicht mehr für die Öffentlichkeit zugänglich. Deshalb findet unser großes Treffen in der Hafenkantine von Timo Lührs statt. Es sollen zusätzlich Zelte aufgebaut werden. Das Treffen wird ähnlich ablaufen wie die ersten beiden Treffen. Nur etwas bescheidener als zu unserem Jubiläumstreffen. Näheres soll demnächst bekannt gegeben werden.

Das Stammtischtreffen in Dresden wird am 23.Juni stattfinden. Erwartet werden von allen Stammtischen Gäste. Vorgesehen sind eine Stadtrundfahrt durch das schöne Dresden, ein Besuch unserer Ausstellung in Radebeul, ein „Kaffeeklatsch“ und ein geselliger Abend im Fischhaus. Näheres auf der HP vom Dresdner Stammtisch.

Der Supertrawler „Bruno Apitz “ wurde vor 30 Jahren in Dienst gestellt. Die ehemaligen Besatzungsmitglieder wollen dieses Jubiläum feiern mit möglichst vielen die auf dem Schiff gefahren sind. Diesbezüglich gibt es seit langem Aktivitäten im Internet speziell von Ingo Schulze. Es gibt eine HP der „Bruno Apitz “ und auch auf anderen HP`s wird auf das Ereignis hingewiesen. Immer mit dem Anliegen möglichst viele ehemalige Besatzungsmitglieder zu finden. Wer kennt noch welche, die möglicherweise noch nicht informiert sind?

Er ist wieder da! Wer? Na, der WBS, der „Weinblattsiegel“ das spezielle Getränk für DDR Seefahrer. Die 0,7 Liter Flasche gab es zu einem Transitpreis von 3,43 M und er soll speziell für die Seefahrer gebrannt worden sein. Eine Gruppe Berliner Seefahrer unter Jürgen Altmann hat sich nun mit der Herstellerfirma Schilkin in Verbindung gesetzt und es gibt ihn nun wieder den „WBS“ Die Berliner meinen, es wäre doch ein Gaudi, wenn dieses „edle“ Getränk auf unserem Treffen im Mai zum Kauf angeboten würde. Ich würde auch zwei Flaschen kaufen. Eine zum probieren und eine als Erinnerungsstück. Nachzulesen unter www.fischkombinat-rostock.de unter „ Dit und Dat “ dann bei „Lesen und eintragen“

Der Dresdner Stammtisch hat einen Hochseefischerkalender für dieses Jahr herausgebracht. Siehe www.hochseefischerstammtisch.npage.de dort unter „Fan-Shop“ Dieser Kalender kann bestellt werden unter www.hievupkalender@aol.com . Wahlweise mit einem Motiv von einem 26 m Kutter, Frosttrawler, Stubnitz . Seitenfänger III, Z-Trawler, Junge Welt. Verarbeiter oder Supertrawler, Der Kalender kann zugeschickt werden. Preis 3,- € + Versand. Motiv und Anschrift bei Bestellung angeben.

Der Buschfunk hat mir zugetragen, dass sich in Berlin ein Hochseefischerstammtisch gegründet haben soll. Darüber soll in einer Zeitung ein Artikel gewesen sein. Den Artikel sollte ich bekommen. Ist aber noch nicht angekommen. Ich warte noch. Weiß jemand Näheres darüber?

Freundlichst Horst Seffner




Nr. 14/11 (19.12.2011)


Liebe Freunde der Hochseefischerei,

Am 10.12. traf sich der Thüringer Stammtisch wieder in Weimar. Auch Landolf Scherzer war wieder Gast dieses Treffens. Wie berichtet wird, fühlt er sich nach wie vor mit der Hochjseefischerei verbunden. Seine Ausführungen wurden mit viel Interesse verfolgt. In diesen Tagen feiert der Thüriger Stammtisch sein einjähriges Bestehen. Da kann man nur zu Erfolg gratulieren. Bei der Gründung konnte wohl konnte niemand ahnen welche große Resonanz dieses Treffen finden könnte. Also weiter so.

Hier nun noch eine traurige Nachricht.. Am 09.12. verstarb mit 83 Jahren unser Kapitän Peter Burmeister. Er war einer der ersten der über unsere Schulen zum Patentträger Kapitän in großer Hochseefischerei wurde. Ich selbst bin bei ihm als "Dritter" gefahren und habe höchste Achtung vor seinem Können bekommen. Was weniger bekannt sein dürfte ist, dass er ein sehr belesener Kollege war und ein Allgemeinwissen hatte wie kaum ein Anderer. Wir wünschen eine letzte gute Fahrt, Ein Nachruf wird noch bei Günther Kröger unter www.rostocker-hochseefischerei.de erscheinen.

Nun rückt Weihnachten immer näher und ich möchte allen meinen Lesern ein schönes Weihnachtsfest wünschen. Schade, dass es keine weiße Weihnacht ist. Das hätte die Stimmung ja noch weihnachtlicher gemacht. Aber auch so, denke ich, dass alle ein Weihnachtsfest bei bestmöglicher Gesundheit und im Kreis lieber Mitmenschen sorglos verbringen können. Die Seefahrer unter uns werden sicherlich auch noch einmal zurückdenken an auf See verbrachte Weihnachtstage. Es war ja immer ein reger Telegrammverkehr und die Weihnachtsgrüße von den Lieben wurden sehnlichst erwartet. Heilig Abend wurde nicht gefischt und es gab eine kleine Weihnachtsfeier aber die Wachen mußten logischerweise weiter aufziehen und am 1. Weihnachtstag wurde dann wieder voll in die Fischerei eingestiegen. Trotzdem waren an diesen Tagen die Gedanken mehr zu Hause als sonst. Obwohl man unter meist lieben Kollegen die Tage verbrachte, fehlte doch das Familiäre sehr. So habe ich es erlebt und empfunden. Aber trotzdem sind das doch schöne Erinnerungen. Also fröhliche Weihnachten.
Das Jahr neigt sich dem Ende und ich denke, dass wir, was unsere Traditionsarbeit betrifft ein, Stück weiter gekommen sind. In 13 Ausgaben der "Hochseefischernachrichten" habe ich versucht darüber zu berichten. Das ist nicht immer leicht, weil ich mir die Informationen selbst zusammen sammeln muß. Ich wünsche mir für das kommende Jahr, dass es für diese Nachrichten auch eine bestimmte Zuarbeit gibt. Außerdem wäre gut, wenn des öfteren auch mal Meinugen geäußert werden. Aber ich werde mich auch so weiterhin bemühen meine Leser zu informieren. Ich habe auch viele Leser in Berlin und Brandenburg. Es wäre ja wünschenswert, dass sich dort auch ein Stammtisch bildet. Die Beispiele zeigen, welche positive Resonaz diese Stammtische finden. Das Problem ist, es muß sich jemand finden der die Sache anpackt. Also, liebe Brandenburger und Berliner ,zeigt uns, dass auch ihr, wie die Thüringer, Sachsen und Mecklenburger, bereit seid etwas für die Erhaltung unserer Geschichte zu tun.
Nun wünsche ich all meinen Lesern ein erfolgreiches neues Jahr.

Freundlichst Horst Seffner


 

Nr. 13/11 (09.12.2011)


Liebe Freunde der Hochseefischerei

Am 25.11. traf sich der Dresdner Stammtisch wieder an seinem gewohnten Ort für diese Treffen. Vier neue „Ehemalige“ trugen sich in die Musterrolle ein. Besonderer Gast war das Ehrenmitglied des Stammtisches der auf der Insel Rügen ansässige Kapitän Frank Sakuth. Ehrenmitglied wurde er auf Grund seiner Unterstützung des Stammtisches beim Aufbau der Ausstellung über die Hochseefischerei in Dresden/ Radebeul. Am Stammtisch plauderte er über seinen Weg bei der Seefahrt vom Beginn auf einem Kutter bis zum Hochseekapitän auf modernen Passagierschiffen Darüber ist auch ein Buch mit dem Titel „ Sohn der 7 Weltmeere“ erschienen. Seine Ausführungen wurden mit großem Interesse verfolgt. Im kommenden Jahr soll in Dresden ein Treffen von Mitgliedern aller Stammtische stattfinden. In Vorbereitung dieses Treffens wurde über die notwendige Organisierung gesprochen. Es war für alle wieder ein schöner Abend.

In Berlin gab es die Messe „Boot & Fan 2011“. Vom in Berlin beheimateten Deutschen Marinebund wurde ein Thementag über die Hochseefischerei angesetzt. Dazu luden sie auch Mathias Lange und Roland Peter vom Dresdner Stammtisch ein. Sie beantworteten interessierende Fragen. Näheres ist nicht bekannt.

Am 29.11.11 traf sich die Rostocker AG zur Traditionspflege. Rückblickend wurde eingeschätzt, dass man die Arbeit wiederum intensiviert hat und mit den Ergebnissen zufrieden sein kann. Besonders hervorgehoben wurde die Renovierung des Hochseefischerdenkmals und die Umsetzung des Gedenksteins. Frau Lada von der RFH GmbH und Timo Lührs werden sich kontinuierlich um Blumen oder Gestecke vor dem Gedenkstein bemühen. Die Kosten trägt die AG. Die Dreiergruppe „Fischer im Gespräch“ vor dem ehemaligen HdH soll umgesetzt werden. Hermann Cziwerny informierte, dass es eine Zusage des Ministers Schlotmann gibt die Aktion federführend und finanziell zu unterstützen. Herman Cziwerny will dran bleiben. Die HP soll im Dezember neu gestaltet werden. Der nächste Stammtisch findet am 21. Februar statt. Dazu gibt es demnächst Näheres. Am 12.05.12 ist das 3. Kombinatstreffen in Rostock vorgesehen.

Auch am 29.11. traf sich der Arbeitskreis der die Rostocker Ausstellungen der Hochseefischerei in den Museen betreut. Es wurde beschlossen als Arbeitskreis bestehen zu bleiben und regelmäßig zu beraten. Unsere Ausstellung in der Societät muss in den nächsten Jahren weichen, weil das Haus in der August- Bebel-Straße von Grund auf renoviert werden muss. Was dann aus dieser Ausstellung wird, sieht der Arbeitskreis als eine wichtige Aufgabe an. Dabei wünschen wir Erfolg im Interesse der Erhaltung unserer Geschichte.

Anfangs nannte ich das Denkmal vor dem ehemaligen HdH. Für diese Dreiergruppe haben bekannte Personen aus unserem Betrieb Modell gestanden. Ich kannte sie. Habe aber die Namen und Einzelheiten vergessen. Wer weiß darüber noch etwas? Dann könnten wir ja noch mal in unserer Geschichte „wühlen“.

Jetzt am 10.12. trifft sich der Thüringer Stammtisch in Weimar. Es gibt wieder ein gutes Programm. Es wird berichtet werden.

Ich habe mir mal die Mühe gemacht und zusammengefasst, was auf dem Gebiet der Traditionsarbeit ins laufen gekommen ist. Es hat ja weit mehr als 10 Jahre gedauert bis überhaupt etwas in die Wege geleitet wurde. Nun ist es aber doch so viel geworden. dass ich es hier nicht bringen kann. Ich füge die Ausführungen diesen Nachrichten als Anhang bei. Es sollte sich jeder Mal die Zeit nehmen und die einzelnen Punkte durchgehen. Ich wäre dankbar für Hinweise über das was noch genannt werden sollte. Es gibt Vorstellungen dann zunächst eine Zeittafel anzufertigen, Die enthält dann nur die Jahreszahlen und was angelaufen bzw. was gelaufen ist. Später soll dann über Stammtische, Internet, Treffen, Literatur usw. gesondert ausgeführt werden.

Nun naht das Weihnachtsfest ja schon rasend. Ich wünsche mir eine weiße Weihnacht. Das gibt dann richtige Weihnachtstimmung. Als Autofahrer bin aber so egoistisch, dass der Schnee nach Weihnachten wieder verschwinden kann. So ist die Welt.

Freundlichst Horst Seffner


Unsere Traditionsarbeit

Als unser Betrieb aufgelöst wurde dachte niemand daran, dass es ja keinen Nachfolger geben würde und wir alle dafür sorgen sollten, dass unsere Geschichte erhalten bleiben muss. Jeder hatte mit sich selbst zu tun um mit den neuen Gegebenheiten fertig zu werden.

Es gab Anfang der Neunziger keine Ansätze für eine Traditionsarbeit. Die einzige Ausstellung über die Hochseefischerei in Rostock, das Traditionskabinett, musste aus seinen Räumen in der Salzerei weichen. Es ist der damaligen Geschäftsführerin Traute Secander der RFH GmbH zu danken, dass doch einiges vor allem aber auch Zeitdokumente, sichergestellt wurden. Um unseren Gedenkstein und den Betonhochseefischer kümmerte sich niemand.

1995 luden die westdeutschen Kapitäne zu einem gesamtdeutschen Kapitänstreffen der Hochseefischerei in Cuxhaven ein. Das fand großen Anklang und es wurde beschlossen diese Treffen jährlich durchzuführen und zwar ein Jahr in Cuxhaven und im Jahr danach immer in Rostock. Das wird auch bis heute so beibehalten und findet auch viel Resonanz.

2002 organisierte Jürgen Petzold ein erstes Treffen der ehemaligen Fischereivertretung von Mosambik. Dieses Treffen wurde mit Begeisterung aufgenommen und findet nun alle zwei Jahre mit einem Informationsnachmittag bei Kaffe und Kuchen und dann mit einem geselligen Abend statt.

2005 war der Zustand um unseren Gedenkstein für die auf See gebliebenen Hochseefischer unerträglich geworden und so ergriffen Hermann Cziwerny, Traute Secander, Timo Lührs und Klaus Worgall die Initiative um den Stein umzusetzen. Es wurden Spendengelder gesammelt. Dafür gab es eine große Bereitwilligkeit und so wurde ein würdiger Platz am Terrassenkaffee geschaffen. Die Anlage wurde 2006 würdig eingeweiht.

Ab 2001 gab es die ersten HP's von ehemaligen Betriebsangehörigen im Internet. Die ersten Betreiber, also "Webmaster", waren Roger Schmidt, Uwe Köhn, Wilfried Gille und Roland Knietsch.
Von 2007 ab wurden die Verbindungen intensiver und es gab den "Internethochseefischer" mit Nachrichten. Dort kam auch der Gedanke auf doch mal ein Treffen ehemaliger Betriebsangehöriger und Hochseefischer zu organisieren. Die Idee wurde aufgegriffen und genutzt wurde im April 2008 die für eine Aktivität der RFH GmbH geschmückte Fischhalle 1.

Es überraschte die Organisatoren welch große Beteiligung es gab. Es kamen "Ehemalige" aus allen Teilen dieses Landes. Das war auch ein Erfolg des Internets. Die Organisatoren nahmen das als Anlass für 2010 langfristig ein Treffen zum 60. Jubiläum des Fischereistandortes Marienehe vorzubereiten. Dieses 1.Treffen gab auch den Anstoß für Aktivitäten für unsere Traditionsarbeit. So wurde unter Regie von Horst Wolfram eine Präsentation der Hochseefischerei im ehemaligen Schifffahrtsmuseum vorbereitet und im Dezember 2008 feierlich eröffnet. In Dresden wurde der erste Hochseefischerstammtisch gegründet und auch in Waren traf man sich zum 1.Hochseefischerstammtisch. Im Internet entstanden weitere Internethomepages von Günther Kröger, Hubert Klühe, Karl-Heinz Gubick und vom Dresdner Stammtisch. Besonders aussagekräftig, was die Geschichte unseres Betriebs betrifft, ist Günther Krögers HP www.rostocker-hochseefischerei.de

In Vorbereitung des großen Jubiläums wurde an dem Buch "FischGründe" gearbeitet. Zahlreiche ehemalige Betriebsangehörige schrieben dafür Beiträge mit Besonderheiten. Dabei arrangierte sich besonders Fritz Hartung. Unter seiner Leitung wurde auch eine umfassende Ausstellung auf dem Traditionsschiff zu unserem Jubiläum vorbereitet. Es war also Bewegung in unsere Traditionsarbeit gekommen.
Für die umfassenden Vorbereitungen zu unserem Jubiläumstreffen fanden sich Bereitwillige die mit viel Energie die Organisation absicherten. Wer waren denn diese "Organisatoren"? Unter der Leitung von Hermann Cziwerny wirkten: Traute Secander, Bernd Coijanovic, Heidemarie Lada, Horst Seffner, Frank Pieper Timo Lührs, Dieter Lehmann, Peter Kruse und Werner Krause. Ihre Aktivitäten wurden von Frau Priebe, der Geschäftsführerin der RFH GmbH, hervorragend und umsichtig unterstützt.


Es kam der 20. April 2010 - der Tag unsers Jubiläumstreffens. Am Vorabend wurde bereits die schon genannte Ausstellung auf dem Traditionsschiff eröffnet Am Tag davor stellte G. Kröger seine Bücher "Auf Loggern, Trawlern und Fabrikschiffen der Rostocker Hochseefischerei" und "Rostocker Fischereischiffe und ihr Heimathafen" vor.

Das Treffen begann mit Böllerschüssen und einer Kranzniederlegung am Gedenkstein. Danach gab es für jedem etwas zu sehen, zu kaufen und zu essen. Mit Traditionsschiffen, Seenotrettungsübungen mit Hubschrauber und Spezialschiffen, Gesang, Tanz und Musik gab es auch etwas zu erleben. Das Treffen war perfekt organisiert und ein riesiger Erfolg. Es ist aber nicht zu sagen wie viele Besucher kamen. In der Presse war von bis zu 20.000 die Rede. Auf alle Fälle es waren mehr als erwartet und es gab keine Kritiken. Man hörte nur positives.

Noch im Jahr 2010 gab es den 1. Rostocker und 1.Thüringer Stammtisch. Es ist erfreulich welchen Zulauf diese Stammtische haben. Weitere HP's entstanden. Es gibt auch zahlreiche Klassentreffen. Nennen möchte ich das von Werner Lemcke organisierte. Auch mehrere Schiffsbesatzungen treffen sich regelmäßig. Allen voran Elvira Eisenschneider, Heinz Pries und Junge Welt. Und vieles geschieht von dem man nichts erfährt. Leider. Aber berichtet werden kann nur das, über das informiert wurde und das Interesse an Nachrichten ist größer als man sich das eigentlich vorstellen kann.
2011 war die Umsetzung unsers Gedenksteins notwendig geworden. Die RFH GmbH veranlasste auf ihre Kosten die Umsetzung vor das Verwaltungsgebäude. Der neue Standort wurde am 13.Oktober feierlich eingeweiht. Unser Betonhochseefischer, an dem mehr als 20 Jahre nichts gemacht wurde, wurde auf Kosten von Timo Lührs, dem Betreiber der Hafenkantine, restauriert und hat nun wieder ein würdiges Aussehen.
Wie geht es weiter? Die Stammtische treffen sich weiterhin regelmäßig. In Dresden wird es ein Treffen von Mitgliedern aller Stammtische geben. In Bayern ist ein Stammtisch im Aufbau. Das nächste Treffen aller ehemaligen Betriebsangehörigen in Rostock soll für den 12. Mai vorgesehen werden.

Die Ausstellung über uns auf dem Traditionsschiff war zeitlich begrenzt und verschwand in die Abstellräume. Inzwischen wurde dort eine Dauerausstellung aufgebaut und wieder eröffnet. Im DDR Museum in Dresden Radebeul wurde vom Dresdner Stammtisch eine Ausstellung über die DDR Hochseefischerei organisiert und wird laufend erweitert.

Ab Mitte der 90ger Jahre erschienen erstaunlich viele Bücher über unsere Geschichte. Es gab also Kollegen die zur "Feder" griffen und ihre und unsere Geschichte zu Papier brachten. Darüber wird gesondert berichtet werden.

Die Ausführungen zeigen es gibt ehemalige Kollegen, die sich arrangieren für die Erhaltung unserer doch bemerkenswerten Geschichte und das ist erfreulich. Allen Aktiven kann man immer wieder nur danken. Ich denke, es gibt da auch eine Dankbarkeit in der Geschichte unseres ehemaligen Betriebes mitgewirkt zu haben und damit ist auch eine bestimmte Erfüllung und Zufriedenheit verbunden.

Aufgeschrieben von Horst Seffner





Nr. 12/11 (17.11.2011)

Liebe Freunde der Hochseefischerei

Am 29.September fand bundesweit die „Lange Nacht der Museen“ statt. An diesem Abend wurde auf dem Traditionsschiff in Schmarl auch unsere Dauerausstellung über die Hochseefischerei eröffnet. Das war ein notwendiger Erfolg für unsere Tradition. Ein Dankeschön an alle die, die sich für diese Ausstellung eingesetzt und sie realisiert haben. Besonderes Interesse fand das Modell des Jagernetzes an diesem Abend. Die Ausstellung soll auch noch durch einige Schiffmodelle erweitert werden. Es lohnt sich schon mal diese Ausstellung zu besuchen. Zumal dort zur Zeit auch noch eine Ausstellung des Malers Hans Rade maritime Bilder zeigt. Auch Logger im Bau und bei der Arbeit sind auf den Bildern zu sehen. Diese Bildergalerie gefällt den Besuchern.

Schwieriger wird es für mich etwas über den 2 Teiler der ARD über die Laconia zu berichten, weil ich selbst von den Teilen nur den Anfang gesehen habe. Nach einem langen Tag konnte ich die schlimmen Schicksale und Gewissensnöte nicht ertragen. Es ist auch nicht zu fassen, wie sich ein Volk vor so einen Wahnsinn spannen lassen konnte. Vor kurzem berichtete die Ostseezeitung, dass Heute noch in der Ost- und Nordsee 1,6 Millionen Tonnen Munition liegen sollen. So was ist doch kaum vorstellbar. Aber nach wie vor gibt es Unverbesserliche. So beschimpft ein HB im Gästebuch von G. Kröger unsere dort doch zahlreichen Eintragungen zum Thema Laconia. Natürlich anonym. Müssen wir uns das gefallen lassen, oder sollten wir stolz über so eine anonyme schlimme Ansicht hinwegsehen?

Günther Kröger hat auf seiner HP www.rostocker-hochseefischerei.de <http://www.rostocker-hochseefischerei.de/> umfangreiche Fakten und Daten zu unserer Geschichte gesammelt. Unter „Betriebsgeschichte“ findet man von 1884 bis 2011 Ereignisse, Begebenheiten, Festlegungen, Zahlen und Berichte zu unserer Geschichte. Auf dieser Seite kann man dann auch seine Zeitleiste aufrufen. Dort kann man einzelne Jahre aufrufen und Interessantes nachlesen. Zeitungsberichte, Standpunkte, Ausstellungen, Erlebnisberichte und auch nachlesen was unsere Betriebszeitung zu bestimmten Dingen von sich gegeben hat. Insgesamt ist diese Seite einmalig für unsere Geschichte und Traditionsarbeit. Gesucht werden noch Endverbraucherpreise für Fisch und Fischprodukte zu DDR Zeiten. Wer hat dazu noch Angaben oder gar Dokumente, oder wer könnte dazu noch Angaben machen?

Unser ehemalige Hochseefischer Hans Kühn lebt heute in Bayern. Er ist dabei auch in Bayern einen Stammtisch zu organisieren. Dazu hat er zunächst unter www.hochseefischerhans.com <http://www.hochseefischerhans.com/> eine ganz tolle Homepage geschaffen. Vielseitig und interessant. Nun sucht er noch ehemalige Hochseefischer und Betriebsangehörige die heute in Bayern leben und weil sie möglicherweise kein Internet haben gar nicht ahnen, dass es diese Bemühungen gibt. Wer kennt noch „Ehemalige“ und könnte vermitteln. Das wäre eine tolle Unterstützung für Hans. Seine Daten sind auf seiner HP angegeben. Hier aber seine Telefonnummer: 08271/426425 Gemeinsam sollten wir es schaffen, dass auch in Bayern ein unserer Tradition entsprechender Stammtisch existiert.
Am 05.11. traf sich unser Warner Stammtisch wieder. Man merkt, dass es dort ein reges Interesse in einer herzlichen Harmonie gibt. Der Dresdner Stammtisch trifft sich am 25.11. wieder, Die Bemühungen um unsere Ausstellung gehen dort weiter. Der Thüringer Stammtisch trifft sich am 08.12. in Weimar. Es soll einige Überraschungen geben. Der Rostocker Stammtisch ist für Februar angedacht.

Nun noch eine Bitte meinerseits. Wenn es etwas gibt, das für meine Leser von Interesse sein könnte, bitte ich darum es mir zu melden damit ich es veröffentlichen kann.

Freundlichst Horst Seffner



 

Sonderausgabe (25.10.2011)

Im April wurde in Plauen eine Ausstellung über den U-Boot Kommandanten Ritterkreuzträger Hartenstein eröffnet. Das fand nicht überall Anklang. Günther Kröger hat damals dazu Fakten und Zahlen auf seiner HP www.rostocker-hochseefischerei.de veröffentlicht. In seinem Gästebuch meldeten sich dazu erstaunlich viele Hochseefischer. Nun hat die ARD einen 2 Teiler produziert zu diesem Thema. Der erste Teil wird am 02.11.11 um 20.15. Uhr gesendet. Das kann nicht so einfach hingenommen werden. Man kann einen Mann der weit mehr als 1000 Menschen auf dem Gewissen hat nicht zum Helden machen, weil er einige wenige vor dem ertrinken bewahrt hat. Das muß uns als Seefahrer besonders treffen. Deswegen hat Günther Kröger die Fakten zu dem Thema noch einmal unter "AKTUELLES° veröffentlicht. Beim Eingangstext nur das "hier" anklicken. Nach dem Haupttext findet man auch die Eintragungen der Hochseefischer ins Gästebuch zu dem Thema. Was ergibt sich daraus für uns?

Nun eine original Pressemitteilung unseres Rostocker Museums. Ich denke, daß jeder interessantes herausfindet. Wir sollten die Bemühungen der Organisatoren unterstützen

Freundlichst Horst Seffner

 

Textfeld: IGA Rostock 2003 GmbH
Schiffbau- und Schifffahrtsmuseum Schmarl-Dorf 40 • 18106 Rostock • Telefon 0381 12831 364 / 60 • Fax 0381 12831 366 Textfeld: Presse-Information


Oktober 2011

Museumsnacht beginnt auf Traditionsschiff:
Wikinger erobern letztmalig das Museumsschiff

Die diesjährige Eröffnungsveranstaltung der Rostocker „Langen Nacht der Museen“ am 29. Oktober findet um 18.00 Uhr auf dem Traditionsschiff im IGA Park in Schmarl statt.

Doch auch schon Stunden vorher lohnt es sich, vorbeizuschauen. Um 16.00 Uhr wird das 2010/11 auf der museumseigenen Bootswerft entstandene hölzerne Fischerboot getauft. Erwartet wird dazu die Malerin und Grafikerin Carola Pieper aus Althagen, die auch für den Namenszug am Bootskörper sorgen wird. Gebaut wurde das Boot nach einem originalen - allerdings nicht mehr restaurierungsfähigen- Vorbild, einem 1901 gebauten Fischerkahn, einem „Heuer“ von der Insel Usedom.

Pünktlich um 18.00 Uhr erwarten die Freizeit-Wikinger der Rostocker „Warnow Wölfe“ und Puppenspielerin Martje Haselbach vom „Heidentheater“ die Premierengäste des Abends zu einer kurzweiligen Show auf Deck des bunt illuminierten Museumsschiffes. In „Das Erwachen des Kriegers“ geht es recht turbulent zu, denn das Schiffbau- und Schifffahrtsmuseum Rostock hat nicht nur die Wikingerschiffausstellung, sondern auch einen ruhmreichen Wikingerkrieger an Bord, der vor Jahrhunderten im Verlauf einer Schlacht fiel. Nur irgendwie will er nicht so richtig Ruhe geben, und auch seine alten Gefährten tauchen an Bord des Traditionsschiffes auf...
Die beiden neugierigen Wikingerhandpuppen Ask und Embla vom Heidentheater treffen an Bord des Museumsschiffes auf den ruhelosen Krieger und seine Leute von den „Warnow Wölfen“, was eine interessante Vorstellung mit „echten“ Wikingern, ihren Waffen und Mythen aus alter Zeit verspricht!

Wenn das Klirren der Waffen verstummt ist, bietet das Museum eine Reihe weiterer Aktionen, darunter ein „Wikinger-Quiz“ für Kinder und Führungen durch die am darauffolgenden Tage zu Ende gehenden Ausstellung „Unsinkbar. Das Wikingerschiff in Werbung, Kunst und Alltag“. In der Ausstellung sind auch die beiden Wikingerhandpuppen Ask und Embla aktiv, die vor allem das junge Publikum in die Welt der Wikinger entführen.

Aber auch in den anderen Bereichen des Museumsschiffes ist während der Museumsnacht etwas los. So möchten ehemalige Fahrensleute mit den Museumsbesuchern ins Gespräch kommen. Auf der Brücke empfängt Kapitän a.D. Gerd Peters die Museumsgäste, im Funkraum kann man dem Funker über die Schulter schauen oder in der Seefunk-Ausstellung das Morsealphabet erlernen. In der gerade neu aufgebauten Ausstellung „Rostocker Hochseefischerei“ stehen ehemalige Hochseefischer Rede und Antwort und im Maschinenraum trifft man den Chief a. D. Dieter Pevestorf.

Mit weiteren Mitmachangeboten wartet das Museum an einer Mal- und Bastelstation, am Miniport mit ferngesteuerten Schiffsmodellen und an einer Reeperbahn auf, wo Seile geschlagen und Seilfender hergestellt werden können.

Für alle Bücherfreunde hält der Förderkreis für das Schiffbau- und Schifffahrtsmuseum in der Hansestadt Rostock e.V. einen reichhaltigen Bücherflohmarkt bereit, auf dem man nach Herzenslust stöbern kann. Über 1000 Bücher warten darauf, von Literaturfreunden neu entdeckt zu werden! Die gesamte Bandbreite der unterschiedlichen Genres ist vertreten, darunter Science Fiction, Krimis, Kochbücher, Rostock-, Reise- und maritime Literatur.

Natürlich ist auch für das leibliche Wohl der Museumsbesucher gesorgt: in der „Offiziersmesse“ des Traditionsschiffes hat ein Familiencafè geöffnet.

Das Traditionsschiff ist per Bus-Shuttle vom Depot 12 und per Schiffstransfer vom Neuen Strom in Warnemünde aus erreichbar.


IGA Rostock 2003 GmbH

 


 

Nr. 11/11 (14.10.2011)

Liebe Freunde der Hochseefischerei


Nun ist es ja so richtig Herbst geworden und man kann wieder in der warmen Stube ein bisschen mehr Zeit am Computer verbringen. Da bietet sich an, sich auch mal wieder für die Fischerei zu interessieren. Günther Kröger hat dazu unter „AKTUELLES“ auf seiner HP www.rostocker-hochseefischerei.de umfangreiche Ausführungen auch mit aktuellen Zahlen veröffentlicht. So ist also die Situation in unserem ehemaligen Brotgewerbe.

Unter „Beschlüsse zur Museumslandschaft in Rostock“ ist auch ein sehr interessanter Beitrag zu dem Bürgerschaftsbeschluss das Traditionsschiff in Schmarl zu belassen und dort auch das Schifffahrtsmuseum einzurichten. Ich denke, dieser Beitrag spricht für sich und sollte zum Umdenken anregen Leider wurde der Text, als Leserbrief an verschiedene Zeitungen geschickt, nicht veröffentlicht. Warum?
Auch nachzulesen bei Günther Kröger der SOS Ruf des Nord-Ostsee-Kanals. In Schifffahrtskreisen gibt es da echte Sorgen. Auch interessant.

Erfreulich zu berichten, dass auf dem Traditionsschiff nun eine Dauerausstellung über unsere Flotte eingerichtet wird. Der gleiche Stab der Unermüdlichen zur Erhaltung unserer Geschichte hat seine Arbeit wieder aufgenommen. Diese Ausstellung soll eröffnet werden am 29.10.11 um 18.00 Uhr. An diesem Abend werden bundesweit alle Museen bis 24.00 Uhr geöffnet haben. Es ist die „Lange Nacht der Museen“. Auch unsere Ausstellung in der Societät kann an diesem Abend besucht werden. Es ist zu wünschen, dass sich auch viele Besucher finden die sich für die Hochseefischerei interessieren

Unsere Gedenkstätte für die auf See gebliebenen Hochseefischer war ja durch die Hafensperrung für die Öffentlichkeit nicht mehr zugänglich. Der Betonhochseefischer mit Ölhemd und Südester war am verfallen und sein Standplatz völlig verdreckt. Timo Lührs, der Inhaber und Betreiber der Hafenkantine, hat unseren Hochseefischer auf seine Kosten wieder aufarbeiten lassen und so kann sich dieses Denkmal wieder sehen lassen. Vor Jahresfrist kam vom Warener Stammtisch der Vorschlag die Gedenkstätte zum Platz vor dem Verwaltungsgebäude zu verlagern. Dieser Vorschlag wurde wohlwollend aufgenommen. Frau Priebe, die Geschäftsführerin der RFH GmbH, beauftragte jetzt im September eine Firma mit der Verlagerung. Diese Arbeiten wurden rechtzeitig beendet und so organisierte der Rostocker Stammtisch zum 13. Oktober, dem ehemaligen Tag der Seeverkehrswirtschaft, eine erste öffentliche Kranzniederlegung. Diese feierliche Kranzniederlegung begann dann um 17.00 Uhr. Der Shantychor „Luv und Lee“ umrahmte diese beachtenswerte Gedenkveranstaltung. Sie sollte zur Tradition werden.

Anschließend fand dann der 4. Rostocker Stammtisch statt. Es wurden 132 anwesende Personen gezählt. Darunter auch Mitglieder des Warener und des Thüringer Stammtisches. „Luv und Lee“ eröffnete das Treffen Der Dresdner Stammtisch hatte eine ansprechende Grußbotschaft geschickt die verlesen wurde. Die Moderation war mit Ewald von Mach in guten Händen. Ein Vertreter der RFH GmbH hielt eine kurze, aber verbindende Rede. Hermann Cziwerny ging dann auf Einzelheiten zur Traditionsarbeit ein. Diese Ausführungen wurden aufmerksam verfolgt. Danach trug „Luv und Lee“ seine mit viel Beifall bedachten „Perlen“ vor.
Der einst bei uns tätige Fischereibiologe „Toni“ Mahnke betätigt sich in der Pflege der plattdeutschen Sprache. Er ist Fritz Reuter Preisträger. Er las wirklich sehr gute Beitrage aus seinem Buch „Fischeri, Fischera, Fischerallala“ und aus den „FischGründen“ vor. Diese Beiträge waren beachtenswert.

Nun kam die Überraschung. Zum Abschluss gab es ein Fischbuffet mit warmen und kalten Speisen in hoher Qualität und reichlich war es auch. Die Organisatoren hatten dafür folgende Sponsoren gefunden: Venfisk, die Hafenkantine Timo Lührs, Ostseefisch und Wismarfisch. Den Organisatoren und Sponsoren hier ein großes Dankeschön. Es hat allen vortrefflich gemundet.

Ich denke diese Nachrichten zeigen, dass auf dem Gebiet der Traditionsarbeit in den letzten Jahren doch einiges in Bewegung gekommen ist. Das gibt Mut zum weitermachen und mitmachen

Freundlichst Horst Seffner


Nr. 10/11 (22.09.2011)

Liebe Freunde der Hochseefischerei

Da sind sie wieder,meine Nachrichten. Habe mich fast 2 Monate in Krankenhäusern „rumgetrieben“. Festgestellt habe ich dort, dass Papier fast genau so wichtig ist, wie die Patienten. Für jede Krankheit gibt es Regeln und Festlegungen die eingehalten werden müssen. Es sei denn, das Bett des Patienten wird vorzeitig benötigt. Nun sitze ich wieder und überlege, was zu berichten ist.

Unsere Ausstellung in der Societät wurde ja erweitert, so dass wir nun in Rostock wohl keine umfassende, aber doch eine aussagekräftige Präsentation haben. Venfisk, deren Geschäftsführerin die Tochter von Hermann Cziwerny ist; und der Inhaber und Betreiber der Hafenkantine, Timo Lührs, luden alle, die bei der Erweiterung mitgewirkt haben, zu einer Fischverkostung ein. Das sollte ein Dankeschön für die freiwillige und selbstlose Einsatzbereitschaft im Interesse der Geschichte der Rostocker Hochseefischerei sein. Das war eine dankenswerte Geste für das Mitwirken zur Darstellung unserer Traditionen. Danke Frau Cziwerny, danke Herr Lührs.

Die Organisatoren des Rostocker Stammtisches haben ihre Tätigkeit wieder aufgenommen. Es bleibt dabei, der nächste Stammtisch ist am 13.Oktober, dem ehemaligen Tag der Seeverkehrswirtschaft. Da soll es einige Überraschungen geben. Die Rostocker haben auch Kontakte zu den anderen Stammtischen aufgenommen und die Umsetzung unseres Gesenksteins soll auch nicht in Vergessenheit geraten.

Der Dresdner Stammtisch bereitet einen öffentlichen Plauderabend über die Hochseefischerei am 1. Oktober in Dresden vor. Mit dem Titel „Klabauterabend“ soll über die Hochseefischerei berichtet, erzählt und auch ein bisschen Seemannsgarn gesponnen werden. Die Veranstaltung soll in den Medien bekannt gegeben werden. Wir wünschen den Organisatoren viele interessierte Zuhörer.

In dem DDR Museum in Dresden, in dem ja auch eine kleine Ausstellung über unsere Hochseefischerei zu sehen ist, sollen wir einen größeren Raum bekommen. Dann fehlen dort natürlich noch Ausstellungsstücke. Wer kann dem Dresdener Stammtisch helfen? Wo ist noch Material, welches dort wirklich gut zur Geltung kommen würde. Wo schlummern noch unbeachtete Erinnerungsstücke? Jedes Stück, welches abgegeben werden kann, könnte ein Beitrag sein, unsere Geschichte deutlicher, anschaulicher zu machen.

In meinen nächsten Nachrichten werde ich wieder über die Stammtische berichten. Dies wird im Oktober sein. Wusstet ihr schon, der kommende Oktober ist ein ganz besonderer Monat. Der 2.Oktober ist ein Sonnabend und der 31. Oktober ist ein Sonntag. So werden wir also in diesem Oktober 5 komplette Wochenenden haben. Das wird es erst wieder in 825 Jahren geben. Genießen wir also die 5 Wochenenden bei hoffentlich schönem Herbstwetter.

Freundlichst Horst Seffner


Nr. 09/11 (01.07.2011)

Liebe Freunde der Hochseefischerei

Rostock konnte zu DDR Zeiten, neben anderen, zwei Superlative der Seefahrt aufweisen. Mit nahezu 200 Schiffen war die DSR die größte Handelsschiffsreederei Deutschlands und in Rostock Marienehe war mit zeitweise 101 aktiven Schiffen die größte Hochseefischereiflotte beheimatet.

Rostock hatte auch ein Schifffahrtsmuseum im Stadtzentrum. Dort präsentierten sich die Seereederei, die technische Flotte und der Schiffbau. Auch die Geschichte der Seefahrt wurde umfassend gezeigt. Die Fischerei mit der Hochseefischerei wurde umfassend im Meeresmuseum in Stralsund dargestellt. Die Hochseefischerei hatte im alten Hafen von Marienehe ihr Traditionskabinett. Dafür gab es keinen rechtlichen Nachfolger und so müssen wir der RFH GmbH danken, dass einiges ins ehemalige Verwaltungsgebäude verlegt wurde und somit erhalten blieb.

Das Schifffahrtsmuseum wurde geschlossen und, so weit das möglich war, auf das Traditionsschiff in Schmarl verlegt. Mit jährlichen Besucherzahlen von 25.000 ist das nicht hinnehmbar, wenn man weiß, dass die maritimen Anziehungseinrichtungen von Stralsund jährlich mehr als 1 Million Besucher der Stadt bringen. Welch ökonomischer Faktor auch. Rostock hat verschlafen.

Seit Jahren gibt es keine Entscheidungen im Rostocker Rathaus darüber, wie die Maritime Anziehungskraft Rostocks erhöht werden kann. Nun endlich gibt es Gedanken an die Schaffung eines Marineums. Der Förderverein für das Schiffbau- und Schifffahrtsmuseum Rostock, in dessen Vorstand wir durch Jürgen Petzold vertreten sind, hat nun eine Presseinformation dazu heraus gegeben, die auch die Bürgerschaft zu ihrer Sitzung am 29.06. erhielt. Für uns ist wichtig, dass darin ausdrücklich auf die Hochseefischerei hingewiesen wird. Diese Presseinformation füge ich diesen Nachrichten als Anhang bei.
Nach vielen Jahren stellten wir in Rostock fest, dass es für unsere erfolgreiche Geschichte keine ausreichende Präsentation in Rostock gibt. 2008 wurde eine kleine Ausstellung in der Societät maritim eröffnet. 2010 gab es eine zeitlich begrenzte umfassendere Ausstellung auf dem Traditionsschiff. Die leider aus Platzgründen wieder in die Abstellräume verschwand. Ein Teil davon jedoch wurde 2011 zur Erweiterung der Ausstellung in der Societät maritim verwendet, so dass wir dort jetzt doch schon recht ansehnlich vertreten sind.

Unsere Geschichte darf nicht in Vergessenheit geraten. Deswegen habe ich noch mal in Erinnerung gebracht was da so läuft um auch zu sehen, dass es ehemalige Kollegen gibt die sich selbstlos dafür bereithalten. Das kann nicht hoch genug eingeschätzt werden.

Jetzt im Juni fanden sich auch die Thüringer und die Warener wieder an ihren Stammtischen ein. Es ist erfreulich wie diese Stammtische aufgenommen werden und dass sich zu jedem Stammtisch wieder neue Mitglieder einfinden. Nächstes Jahr wollen sich der Dresdner, der Thüringer und der Warener Stammtisch in Dresden treffen. Der Rostocker Stammtisch soll auch mit einbezogen werden.

Wie jedes Jahr ist auch dieses Jahr wieder Kutterfest in Friedrichsbrunn. Diesmal am 3. September. Wie jedes Jahr gibt es am Vorabend in einem separaten Raum einen Plausch über die Hochseefischerei. Frau Secander wird über das Buch „FischGründe“ berichten und daraus vorlesen. Das Buch wurde ja zur Mitfinanzierung unseres 2. Treffens zum Jubiläum herausgebracht. Zahlreiche ehemalige Betriebsangehörige kommen darin zu Wort und schildern Erlebnisse, Vorkommnisse und Storys. Wertvolle Erinnerungen sind dargelegt. Das Buch kann dort auch käuflich erworben werden.

Also auf nach Friedrichsbrunn um in der schönen Harzgegend mal ein paar schöne Tage zu verbringen. Jeder ist eingeladen. Für Kontaktaufnahme bei Google nur „Unterklippe“ eingeben. Dann findet man Telefon- und Faxnummer und auch die Mailanschrift,

…. Und was es sonst noch gibt; Die BBB Reederei trifft sich im Juli zu ihrem ersten Treffen auf der Stephan Jantzen. No Komment

Letzte Meldung:
Die Rostocker Bürgerschaft hat in ihrer Sitzung am 29.06.11 das Museumskonzept wiederum nicht behandelt und auf September/Oktober verschoben.

Mein Kommentar: Es wäre an der Zeit, dass sich alle ehemaligen Seefahrer Rostocks mal zu einer Aktion zusammenschließen, um auf die lahme Bürgerschaft Druck auszuüben



Freundlichst Horst Seffner


Nr. 08/11 (01.06.2011)

Liebe Freunde der Hochseefischerei

am 27.05. fand wieder unter großer Beteiligung ein Dresdner Stammtisch statt. Es gab auch wieder 2 Neuzugänge. Hauptanliegen war diesmal die Vorbereitung des Klabauterabends im Museum in Radebeul. Es soll ein fröhlicher Abend im September über die Hochseefischerei mit Dresdener Interessierten werden, Lustige Geschichten und auch ernsthafte Probleme sollen die Besucher unterhalten. Die Veranstaltung soll auch in den Medien angekündigt werden.
Der Rügener Kapitän Frank Sakuth hat dem Dresdner Stammtisch sehr viel Unterstützung bei der Bereitstellung für die Ausstellung über die Hochseefischerei gegeben. Dafür wurde er als Ehrenmitglied in ihrer Musterrolle aufgenommen. Der bedankte sich wiederum mit einer per Express geschickten Kiste selbst geräucherten Fisch. Der dem Stammtisch köstlich mundete. Sind das nicht schöne Gesten der Anerkennung und des Dankes? So was kann man sich nur wünschen.

Am 31.Mai fand der 3.Rostocker Stammtisch statt. Themen des Abends waren: „Fischverarbeitung gestern und heute“ und die weitere Entwicklung des Fischereihafengeländes. Ich habe Grüße von den Warener, Dresdner und Thüringer Stammtischen bestellt und auch einiges dazu gesagt. Damit die, die nicht im Internet sind, auch erfahren was es sonst noch so in Hochseefischerkreisen gibt. Einen Bericht über das Stammtischtreffen wird es sicher demnächst auf der HP des Stammtisches www.rostocker-fischkombinat.de <http://www.rostocker-fischkombinat.de/> geben. Der nächste Stammtisch wird am 13.Oktober sein.
Was es sonst noch gab? Das nächste Kombinatstreffen im nächsten Jahr ist angedacht. Ein genaues Datum steht noch nicht fest. Es soll in der Hafenkantine stattfinden. Dazu sollen Festzelte aufgebaut werden An der Umsetzung unseres Gedenksteins und der Einrichtung einer Gedenkstelle wird gearbeitet. Möglicherweise soll es dafür auch eine Kopie des Denkmals vor dem ehemaligen Haus der Hochseefischer geben.
Erfreulich zu berichten, dass unser Hochseefischer in Ölhemd und Südwester, der ja in den über 20 letzten Jahren mächtig gelitten hat, wird restauriert. Das hat Timo Lührs, der Inhaber und Betreiber der Hafenkantine in seine Hände genommen. Endlich hat sich jemand gefunden und dafür muss man ihm dankbar sein.

Am 18 Juni trifft sich der Thüringer Stammtisch und am 25. Juni der Warener Stammtisch wieder. Wir werden sehen, was es von dort Neues zu berichten gibt.

Von der Besatzung Heinz Priess gab es ein Treffen. Wieder mit regem Zuspruch. Die Besatzung der Elvira Eisenschneider wird sich im September treffen. Beide Besatzungen treffen sich regelmäßig. Die einen jedes Jahr die anderen alle 2 Jahre. Das tun sie schon seit 1997. Also, es ist schon erstaunlich und lobenswert, wie früh sich diese Besatzungen an unsere Geschichte erinnerten und aktiv wurden. Bei mir hat es noch 10 Jahre länger gedauert.


2012 wird es 30 Jahre her sein, dass die „Bruno Apitz“ ROS 338 in Dienst gestellt wurde. Dieses Jubiläum wollen einige aktive ehemalige Besatzungsmitglieder mit möglichst vielen „Apitzfahrern“ begehen. Wie ist das zu erreichen? Denn ganz viele Kontakte gibt es nicht mehr. Im Internet erreicht man auch nur wenige. Da kann eigentlich am besten der Buschfunk helfen. Weitersagen ist die Devise. Alle meine Leser möchte ich aufrufen, die Kontakte zu ehemaligen Hochseefischern zu nutzen, um möglichst weitere ehemalige Besatzungsmitglieder der Apitz zu finden. Zeigen wir doch mal, dass wir mit unserem Internet auch was bewippen können. Das würde die Veranstalter freuen und für mich wäre das mal ein schöner Lohn, wenn wir hierdurch noch einige finden würden.

Der 3. Teil von „DDR-ahoi“ wurde in Rostock, in Dresden und im Fernsehen gezeigt. In Rostock war nichts zu hören davon. In Dresden wurde in den Nachrichten des Abendprogramms im Fernsehen darüber berichtet. Die Teilnehmer des Dresdner Stammtisches waren zu sehen. Dieser Teil zeigt viele braungebrannte Seeleute und auch schöne Frauen im Bikini. Von schwerer Arbeit war nichts zu spüren. Aber es gab wieder ein paar aussagekräftige Schiffsaufnehmen zu sehen. Der Teil soll demnächst auch im NDR gezeigt werden.

Freundlichst Horst Seffner


 

Nr. 07/11 (20.05.2011)

Liebe Freunde der Hochseefischerei

Am 07. Mai fand in Bentwisch bei Rostock das diesjährige Kapitänstreffen statt. Es kamen 84 Kapitäne. Mit Ehefrauen und Gästen waren 140 Personen dabei. Angereist waren auch Kapitäne aus Saßnitz, Bremerhaven und Cuxhaven. Das Hotel „Zur Hasenheide“ bietet dieser Runde seit Jahren einen hervorragenden Service. Es war eine Freude mal wieder unter so vielen Bekannten zu weilen. Ein Buffet der Superklasse mit viel Fisch bot allen das Beste. Der DJ lockte gleich mit seiner ersten Musik mehr als 20 Paare aufs Parkett. Insgesamt ein schöner Abend bei toller Stimmung. Allerdings für meinen Geschmack sollten die Kapitäne auch informiert werden darüber was, außerhalb des Kapitänstreffens, in anderen Hochseefischerkreisen so stattfindet. Das müsste doch die Kapitäne eigentlich sehr interessieren. Oder? Im Nordmagazin am 09.05 wurde von diesem Treffen berichtet Nicht viel, aber es wurden auch ein paar Aufnahmen von unseren Schiffen auf See gezeigt.

Unsere Ausstellung in der Societät maritim in Rostock wurde erweitert und die Eröffnungsveranstaltung war am 15.05. Nun ist auch das Betriebsmodell in dieser Ausstellung zu sehen. Das Verkehrsmuseum Dresden stellte Schiffsmodelle bereit Darunter die Junge Welt mit 1,4 m Länge. Beeindruckt wurde ich auch von den Netzmodellen. Alles in allem eine doch sehenswerte Ausstellung. Danken kann man allen die sich für die Sache arrangiert haben. Zur Eröffnungsveranstaltung hätte ich mir mehr bekannte Gesichter gewünscht. Einen Bericht und Eindrücke von dieser Veranstltung ist auf Norbert Stacklies HP www.hochseefischer-dresden.de zu finden. Nun mal sehen, wie es auf dem Traditionsschiff weiter geht.

Am 31. Mai soll nun der nächste Rostocker Stammtisch stattfinden. Ein Thema soll sein "Fischverarbeitung gestern und heute“.Referent Volker Karsten Alle Kombinatsangehörigen sind herzlich eingeladen. Wieder 18.00 Uhr in der Hafenkantine.

In Rostock fand am letzten Wochenende das „Fish“ Filmfestival statt. Der 3. Teil von „DDR- ahoi“ war angekündigt. Aber in den Medien konnte man nicht erfahren ob der Teil gelaufen ist. Nun wird er wohl erstmalig im Dresdner Verkehrsmuseum zu sehen sein. Unser Stammtisch dort ist dabei und wird berichten. Ansonsten ist dieser 3. Teil am 24.05. um 22.05 Uhr im MDR zu sehen.

In Plauen gibt es eine Ausstellung über einen Ritterkreuzträger und U-Bootkommandanten. Es wird hervorgehoben, dass er von einem seiner versenkten Schiffen Menschen gerettet hat, aber nichts gesagt wie viele Menschen er auf seinem Gewissen hat. Günther Kröger hat auf seiner HP www.rostiocker-hochseefischerei.de seine Meinung gesagt. Promt meldete sich in seinem Gästebuch einer der Organisatoren der Ausstellung und meinte, dass die Leistungen der Wehrmacht nicht genügend anerkannt werden. Darauf meldeten sich doch einige zu Wort im Gästebuch um ihre Meinung zu sagen und das ist doch sehr interessant.

Freundlichst Horst Seffner


 

Nr. 06/11 (20.04.2011)

Liebe Freunde der Hochseefischerei,

demnächst gibt es für uns doch mehrere Veranstaltungen. Eine ist besonders für alle an unserer Geschichte interessierte sehr wichtig. Am 15.Mai um 14.00 Uhr wird in der Societät unsere erweiterte Ausstellung eröffnet. Unter der Leitung von Helmut Jeske hat der Arbeitskreis, der auch die vorausgegangen Ausstellungen ins Leben rief, eine erweiterte Ausstellung geschaffen. Diese Eröffnungsveranstaltung ist deswegen so wichtig, weil der Öffentlichkeit gezeigt werden muss, welch großes Interesse es für die Geschichte unserer Hochseefischerei gibt. Dieses Interesse soll auch den Museumsleuten vom Traditionsschiff zeigen, dass es notwendig ist, unsere Ausstellung auch baldmöglichst wieder auf dem Traditionsschiff zu eröffnen. Jeder, der die Möglichkeit hat, sollte durch seine Anwesenheit zu einem Gefühl beitragen, dass ganz viele ehemalige Betriebsangehörige zu unserer Geschichte stehen und nicht zulassen wollen, dass diese Geschichte in Vergessenheit gerät. Die Anwesenheit möglichst vieler ist ja auch ein Dank an Helmut Jeske und dem Arbeitskreis für die selbstlose Bereitschaft etwas für die Sache zu tun.
Eigentlich müsste es fast eine Herzenssache sein an dieser Veranstaltung teilzunehmen. Eine Einladung für jedermann ist im Anhang.

Am 20.April treffen sich die Produktionsleiter und Mechaniker in der Hafenkantine von Timo Lührs. Eine rege Teilnahme hat sich angekündigt. Nachmittags soll eine Kutterfahrt mit Kaffee und Kuchen zum Wohlbefinden beitragen. Abends soll dann bei einem meisterlichen Fischbüffet gemütlich geplaudert werden. Es wird berichtet

Am 07. Mai findet in Bentwisch das diesjährige Kapitänstreffen statt. Diese Treffen gibt es seit 1995. Die Westkapitäne hatten nach Cuxhaven zu einem gesamtdeutschen Fischdampferkapitänstreffen eingeladen. Seitdem gibt es diese Treffen jährlich. Ein Jahr in Cuxhaven, das nächste Jahr bei uns. Diese Treffen haben einen regen Zuspruch. Von dort sollten auch Initiativen für unsere Traditionsarbeit ausgehen.

Weil wir bei der Traditionserhaltung sind möchte ich darauf aufmerksam machen, dass es eine neue Homepage für uns gibt. Der Titel ist „Fischkombinat-Rostock / Traditionspflege“ und zu erreichen ist sie im Internet unter www.fischkombinat-rostock.de <http://www.fischkombinat-rostock.de/> Hermann Cziwerny schreibt dazu folgendes: Unsere Absicht ist, Kambinatsangehörige aus allen Bereichen zusammen zu führen, damit spätere Treffen effektiver werden. Unser zweites Anliegen ist, aktuelle Informationen aus dem RFH und aus der Rostocker Traditionspflege direkt anzubieten. Unsere jetzige Seite ist logischerweise erst mal ein Einstieg.

Günther Kröger hat zu seinem 75. Geburtstag sehr viele Glückwünsche aus unseren Kreisen erhalten. Deswegen bedankt er sich bei allen Gratulanten auf seiner HP www.rostocker-hochseefischerei.de <http://www.rostocker-hochseefischerei.de/> unter „Aktuelles“.

Gezeigt wurde im MDR unter Lexi-TV ein Beitrag über den Thüringer Stammtisch. Dieser Beitrag war aussagekräftig, weil er den Zuschauern Vorstellungen über die DDR Hochseefischerei gab. Wichtig ist ja auch, dass in den Medien an uns erinnert wird. Es gab auch nichts von der Stasi. Gesagt wurde, dass unser Hauptanliegen das Erwirtschaften von Devisen war. Das ist nicht richtig, aber es war ein angenehmer Nebeneffekt. Die erwirtschafteten Devisen gingen nicht an den Staat, sondern verblieben bei der Fischwirtschaft für den Kauf von auf unseren Märkten bekannten Fischarten und von Lizenzen. Gekauft wurden von diesen Devisen auch immer die modernsten elektronischen Geräte Ich denke, der Beitrag hat uns einen guten Dienst getan. Er kann angesehen werden bei Hubert Klühe www.hochseefischer-backskiste.de <http://www.hochseefischer-backskiste.de/> auf der Startseite „Willkommen“ aufrufen. Dort dann „Neuigkeiten“ anklicken und „Lexi-TV„ aufrufen und schon läuft er direkt.

Ostergrüße kommen noch.

Freundlichst Horst Seffner


 

Nr. 05 (30.03.2011)

Liebe Freunde der Hochseefischerei,

jetzt etwas zu den von mir in meiner letzten Ausgabe angekündigten Aktivitäten im März

Rudolf Lehmann stellte am 12.03. sein neues Buch „Mein Traum von Afrika“ in der Societät vor. Er war zufrieden mit der Beteiligung und auch mit dem Umsatz. Trotzdem war er etwas enttäuscht. Für seinen Geschmack waren zu wenig ehemalige Hochseefischer dort. Dafür aber ein Team vom TV Rostock. Der Sender brachte dann auch einen Beitrag über die Buchvorstellung und ein Interview mit Rudi.

Der 25. Klönsnack in Güstrow am 18.03. war nach den Worten des Veranstalters Kurt- Werner Langer sehr gut besucht. Sogar Rostocker und Schweriner waren zugegen. Hans Hermann Diestel hielt einen mit großem Interesse verfolgten Vortrag über die Piraterie. Er ging auf die Geschichte ein und brachte die heutige Situation mit den Problemen in der modernen Seefahrt. Ein Vortrag gut gemacht und voll angekommen.

Auch der am 25.03. durchgeführte Dresdner Stammtisch war wieder ein Erfolg. Es gab eine Besonderheit. Es trug sich eine bei uns gefahrene Frau in die Musterrolle ein. Am 26.03. war in Dresden- Radebeul eine Nacht der Museen. Das traf auch auf das DDR Museum zu und so waren auch Vertreter des Stammtisches in der von ihnen geschaffenen Ausstellung über unsere Hochseefischerei zugegen. Was niemand erwartet hatte es kamen mehr als 300 neugierige Besucher. Und der Stammtisch musste Rede und Antwort stehen. Ein Besucher kam in Seemannsuniform und es stellte sich heraus, dass er bei uns in der Rostocker Flotte als Funker gefahren ist. Und auch ein Schiffsarzt kam. Naheres und auch Fotos unter www.hochseefischerstammtisch@npage.de. Bei dem großen Interesse gab es, auch bei der Leitung des Hauses, die Meinung, dass die Ausstellung erweitert werden sollte. Wer kann da noch helfen und stellt Ausstellungswürdiges zu Verfügung?

Auch am 26.03. fand der Thüringer Stammtisch statt. Im Nachhinein nannte man es Thüringer Fischerfest. Dieser Stammtisch fand statt im Fischereibetrieb Nohr in Mellingen, Mit den 30 mitgereisten Ehefrauen kamen 130 Personen. Dabei scheuten viele nicht sehr weite Anfahrtswege. Nach einer von den Frauen gebackenen Kuchentafel gab es eine Betriebsbesichtigung. Dabei gab es viel Klönsnack. Auch der Autor des Buches „Fänger und Gefangene“ Landolf Scherzer war angereist. Er bekam unter viel Beifall ein von einem Hochseefischer gemaltes Aquarell zu seinem 70. Geburtstag mit der „Friedrich Wolf“, seinem Schiff. Dann gab es ein „Megafischbüffet“ Ich bekam die Mengen, die verzehrt wurden, genannt und kann nur sagen es muss toll gemundet haben. Den Organisatoren unter Leitung von Hans- Georg Weil und vor allen Dingen auch Dieter Nohr und seinen Betriebsangehörigen höchste Anerkennung. Näheres unter www.1.Thueringer-Hochseefischer-Stammtisch@gmx.de Ein Fernsehstab vom MDR war auch zugegen. Es soll ein Beitrag über das Treffen kommen. Termin wird noch bekannt gegeben.

und was kommt demnächst?

Zunächst trifft sich am 02. April der Warener Stammtisch. Sie wollen gemeinsam das Müritzceum besuchen und danach in ihrer Stammkneipe gemütlich plaudern und dabei in Erinnerungen schwelgen. Es wird berichtet werden.

Dann am 07. April wird Günther Kröger 75 Jahre alt. Ich denke, kein anderer als er hat sich mit seinen Büchern und mit dem Sammeln von Geschichtsmaterial und Fakten über die Hochseefischerei so verdient gemacht. Das Neueste ist die „Zeitleiste“ die man unter www.rostocker-Hochseefischerei.de findet. Hier kann man jede beliebige Jahreszahl anklicken und findet dann Zeitungsberichte, Begebenheiten oder auch Erlebnisberichte aus den entsprechenden Jahren. Wer noch Material besitzt, das dort veröffentlicht werden sollte, wende sich bitte an ihn. Er sucht auch noch für sein neustes Buch über die Kalmare von der Kalmarfischerei Fotos. Wer kann da helfen? Wir wünschen dem Jubilar ein tolle Geburtstagsfeier und wünschen Erfolg, Glück und Harmonie vor allen aber Gesundheit damit er noch lange für den Erhalt unserer Geschichte wirken kann.

Wenn man das alles so liest kann man sich freuen, dass es doch noch ehemalige Hochseefischer gibt, die sich für unsere Traditionen aktiv einsetzen. Dafür kann man nicht genug danken. Es könnten aber noch ein paar mehr sein.

Freundlichst Horst Seffner


Nr. 04 (04.03.2011)

am 01. März fand nun der 2. Rostocker Stammtisch statt. Die Stammtische in Waren , Dresden und in Thüringen wenden sich ja ausschließlich an  Fahrensleute. Der Rostocker will alle ehemaligen Betriebsangehörigen mit einschließen und so kamen 77 Teilnehmer. Die Hafenkantine war damit ausgelastet. 77 Personen sind aber zu viel um locker und fröhlich zu plaudern und in Erinnerungen zu schwelgen. So benötigt man natürlich ein interessantes Thema mit einem wirkungsvollen Referenten der alle mitzieht und das ist verdammt schwer. Es sollte jemand von der RFH GmbH kommen um über den neuesten Stand auf dem Betriebsgelände zu berichten der ist aber nicht erschienen. Die HP des Stammtisches soll nun am 15. April erscheinen. Der nächste Stammtisch findet am 31. Mai statt. Das Thema ist noch nicht bekannt.

Erfreuliches konnten Helmut Geske und Fritz Hartung berichten. Der Förderverein des Rostocker Schifffahrtsmuseums, in dem Jürgen Petzold im Vorstand ist,  hat beschlossen, dass auf dem Traditionsschiff wieder ein Teil unserer Ausstellung als Daueraustellung eingerichtet wird  und die Ausstellung im ehemaligen Schifffahrtsmuseum soll erweitert werden.  Der Arbeitkreis will dafür seine Arbeit wieder aufnehmen. Darüber sollten wir uns alle freuen und uns für die Bemühungen bedanken.

In Dresdener Zeitungen gab es gleich zwei Artikel über unsere Hochseefischerei. Der eine Artikel berichtete über den Dresdener Stammtisch und die von ihm geschaffene kleine Ausstellung. In einer anderen Zeitung wurde der Museumsdirektor zur Hochseefischerei und deren Ausstellung in seinem Haus befragt. Beide Artikel heben die Leistungsfähigkeit unserer DDR Hochseefischerei hervor. Es wird darauf hingewiesen welch große Fischfangflotte wir hatten und wo diese Schiffe eingesetzt wurden. Es wird auch gesagt, dass wir mit Junge Welt und Junge Garde die größten Fischereifahrzeuge hatten, die jemals unter deutscher Flagge fuhren. Insgesamt 2 Artikel die einen „alten“ Hochseefischer so richtig stolz machen konnten. Inzwischen ist ein dritter Artikel mit fast gleichem Inhalt erschienen.

Hans –Günter Funk, der seinen Weg in unserer Rostocker Flotte vom Schiffsjungen (Lehrling) bis zum Kapitän ging und dann Lotse wurde, schickte mir folgende Mail:

Zitat

Deine Nachrichten bilden für mich ein Stück Erinnerung an einen großen Teil meines Berufslebens und ich freue mich, dass viele ehemalige Hochseefischer die Erinnerung an eine grandiose Zeit der Hochseefischerei der DDR wach halten. Ich sehe es als großes Glück an in dieser Zeit dabei gewesen zu sein, geprägt worden zu sein für mein ganzes Leben. Hier konnte man wahrhaftig erleben, was es heißt sich auf andere Menschen zu verlassen, Freunde zu haben, Menschlichkeit zu spüren und sich natürlich auch zu verwirklichen.

Zum Schluss nochmals ein großes Dankeschön an alle, die aktiv dabei sind, nicht alles den Berg runterrutschen zu lassen!

Mit freundlichem Gruß Hans-Günter Funk

Zitat Ende

Da, denke ich, hat Hans vielen aus dem Herzen gesprochen. Jede Aktivität zeigt ein Stück Dankbarkeit

Neben der Homepage des Dresdener Stammtisches hat jetzt Norbert Stacklies seine eigene HP ins Internet gestellt. Er ist dabei um weitere Themen zu ergänzen. Man findet die Seite unter www.hochseefischer-dresden..de Dort ist auch sein Weg bei uns in der Hochseefischerei und sein weiterer Lebensweg beschrieben.

Hubert Klühe von der www.hochseefischer-backskiste.de hat mal über einen Zeitraum verfolgt aus welchen Gegenden seine Besucher kommen. Logischerweise kommen die meisten aus dem Rostocker Umfeld. Erstaunen gibt es darüber, dass nach Rostock mit großem Abstand Magdeburg folgt. Na, Magdeburger, solle man da nicht mal anpacken? Wer hat den Mut und die Kraft?

Nach unserem Rostocker Stammtisch am 01.März gibt es demnächst folgende Aktivitäten: 12. März Buchvorstellung Rudolf Lehmann ( Societät 15.00 Uhr), 18.März Jubiläumstreff des Güstrower Klönsnacks, 25.März Dresdner Stammtisch, 26.März Thüringer Stammtisch und am 02. April Warener Stammtisch. Allen Veranstaltungen wünsche ich viele interessierte Teilnehmer.

Freundlichst Horst Seffner


Nr. 03 (17.02.2011)

Liebe Freunde der Hochseefischerei,

Dresden ist ja immer eine Reise wert und Dresden hat auch ein DDR Museum. Es befindet sich in Dresden-Radebeul in der Wasastr. 50. Dort gibt es auch eine Ausstellung über die Seewirtschaft der DDR und in dieser Abteilung gibt es ja nun seit dem 09.Februar in einem kleinen Raum Aussagen über die DDR Hochseefischerei. Mit für uns typischen Ausstellungsstücken, Schautafeln und auch einem Video-Film wird an unsere Hochseefischerei erinnert. Wer mal in Dresden ist, sollte sich das unbedingt mal ansehen. Das wäre ja auch ein schöner Lohn für den Dresdner Stammtisch der diese Ausstellung organisierte.

Rudolf Lehmann hatte am 15.02. einen kleinen Kreis in seiner Wohnung zum Brunsh eingeladen. Dafür gab es gleich 2 Gründe. Er feierte seinen 80. Geburtstag und sein 2. Buch mit dem Titel „Mein Traum von Afrika“, das tags zuvor erschienen war, stellte er seinen Gästen vor. In seinem 1. Buch „Von Steinhövel zur See“ beschreibt er seine Kinder- und Jugendzeit in der Nazi, Kriegs- und Nachkriegszeit bis zu seiner ersten Reise auf einem Logger 1951 als ungelernter Hochseefischer. Von diesem Buch war ich begeistert. Das neue Buch beschreibt nun seinen Weg bei uns im Betrieb bis zum Kapitän mit großem Patent. Alles was zu beschreiben ist auf diesem Weg brachte er zu Papier. Ob es die angelaufenen Häfen, die Fanplätze oder besondere Gegebenheiten waren. Sein Einsatz in afrikanischen Gewässern wurde besonders ausführlich beschrieben und auch sein Einsatz in Mosambik. Er war dort zunächst als Garnelentrawlerkapitän im Einsatz. Dann als Fangleiter See. Danach war er  als Leiter des DDR Fischereiprojektes in Beira eingesetzt. Damit war sein Traum, mal in Afrika an Land Nützliches zu leisten, erfüllt.

Für dieses Beiraprojekt arbeiteten 4 Saßnitzer 26m Kutter. Der frische Fisch ging direkt an die Fischhändler und damit in die Fischgeschäfte. Das Projekt war völlig unanhängig von der afrikanischen Seite. So konnten 1985 trotz monatelangem Strom- und Wasserausfall 2.600 Tonnen Fisch gegen den Hunger in der Region angelandet werden. Der Einsatz unserer Hochseefischerei in Mosambik war für beide Länder von Nutzen. Nachzulesen wo? In Rudis Buch „Mein Traum von Afrika“ ISBN 978-3-86785-157-2

Am 12 März stellt er um 15.00 Uhr sein neues Buch in der Societät dem ehemaligen Schifffahrtsmuseum Rostock, August- Bebel. Str.1 der Öffentlichkeit vor. Interessierte sind herzlich eingeladen.

Es gibt ein Jubiläum. Am 18. März trifft sich der Güstrower Klönsnack zum 25. Mal seit 1999. Von Anfang an sind auch ehemalige Hochseefischer dabei. Zum Jubiläum wird unser Hans Hermann Diestel einen Beitrag zum Gelingen leisten. Dem Klönsnack wünschen wir weiterhin noch lange Zeit  interessante Treffs.

Hier muß auch mal erwähnt werden, dass es einige Besatzungen und Gruppen gibt, die sich regelmässig treffen. Das sind  die Besatzungen der Heinz Prieß, Elvira Eisenschneider, Ludweig Renn, die Junge Welt und die Atb der Supertrawler. Es treffen sich auch dei Mosambikfahrer und die Kapitäne. Beliebt ist auch der jährliche Hochseefischerball in Rostock. Auch Klassentreffen gibt es. Werner Lemcke organisiert seit Jahren so ein Treffen und Hans Jürgen Holst organierte voriges Jahr ein Treffen für seine Klasse. Hab ich was nicht genannt? Sicherlich gibt es noch mehr, aber darüber ist im Internet nichts zu finden. Sollte es Fragen geben bin ich gern bereit Hinweise zu geben.

Erinnern möchte ich auch noch einmal an den Rostocker Stammtisch am 01. März. Schon weiter gesagt?

Soeben erreichte mich noch folgende Meldung:

Organisiert  von Volker Karsten und Hermann Cziwerny findet am 20. April ein Treffen der  ehemaligen Produktionsleiter und Mechaniker in der Hafenkantine von Timo Lührs statt. 20 Teilnehmer haben sich bereits angekündigt. Ein vielseituges Programm mit einer Kutterfahrt verspricht einen schönen Tag mit vielen Erinnerungen. Wer kennt noch Produktionsleiter oder Mechaniker, die an diesem Treffen interessiert sein könnten?

Freundlichst Horst Seffner

 


Nr. 02 (10.02.2011)

Liebe Freunde der Hochseefischerei,

der 2. Rostocker Stammtischtisch findet am 01.März um 18.00 Uhr in der Hafenkantine von Timo Lührs statt. (Kantine geöffnet)

Tagesordnung:

  1. Ausführungen von Herrn Dieter Koch, ehemaliger Mitarbeiter des Fischereiaufsichtsamtes, zum Thema „Fischbestandspflege gestern und heute“
  2. Neues aus dem Fischereihafen
  3. Wie weiter mit unserem Ehrenmahl der Hochseefischerei im RFH
  4. Sonstiges

Ich denke es könnte ein sehr interessanter Treff werden. Dieter Koch ist als Kapitän in der Loggerflotte gefahren und kann so Praxisverbundene Ausführungen zu dem Thema machen. Wie geht es weiter auf dem Hafengelände und wurde oder wann wird die Million Umschlag geschafft. Was das Ehrenmahl betrifft bleibt es ja auch interessant, denn auf dem Gelände muss an die Hochseefischerei erinnert werden. Es gibt aber auch Stimmen dafür, dass in der Stadt an einem viel besuchten Ort die Arbeit in unseren Betrieb geehrt werden muss.

Wichtig für solche Veranstaltungen ist, dass der Termin weiter gesagt wird. Denn viele ehemalige Kollegen werden durch das Internet, den Medien und durch Aushänge nicht erreicht. Mund zu Mund Propaganda ist wichtig.

In Thüringen erscheint landesweit die Zeitung „Allgemeiner Anzeiger“. In dieser Zeitung erschien ein Artikel über die Gründung des 1.Thüringer Stammtisches der Hochseefischerei. Ein guter Artikel mit Fotos. Auch die Junge Welt war abgebildet. Die 17 Mitglieder kamen aus dem Staunen nicht heraus. Es meldeten sich 58 (achtundfünfzig) ehemalige Hochseefischer. Nun gibt für die Organisatoren natürlich das Problem das nächste Treffen am 26.03 einzuordnen, denn da reicht ja eine Eckkneipe nicht mehr aus. Da kann man nur Erfolg und gutes gelingen wünschen.

Gestern, also am 09.02. 11, wurde die Ausstellung über die Hochseefischerei der DDR vom Dresdner Stammtisch im DDR Museum in Dresden offiziell eröffnet. Die Mitglieder sind stolz darauf was sie geschaffen haben und möchten allen danken, die die Sache in irgendeiner Form unterstützt haben. Mathias Langer schreibt dazu: „Diese Ausstellung ist nicht groß, aber sie lässt einen wunderbaren Beruf nicht in Vergessenheit geraten.“

Wir alle müssen dem Dresdner Stammtisch danken, dass nun in einem Dresdner Museum an die Arbeit in unserem Betrieb erinnert wird. In diesem Sinne wollen sie auch weitermachen, sich neue Aufgaben vornehmen.

Auch vom Warener Stammtisch war ein sehr guter Artikel in der „Müritz-Zeitung“. Einige Mitglieder kamen zu Wort und zeigten ihre Verbundenheit mit ihrem Beruf und zum ehemaligen Betrieb. Zum Ausdruck kam auch mit welcher Begeisterung der Stammtisch organisiert wird. Man kann nur sagen weiter so.

Manfred Bockisch hat mich gebeten hier darauf hinzuweisen, dass am 15.Oktober das nächste Besatzungstreffen der „Ludwig Renn“ ROS 337 in Dorf Zechlin stattfindet. Ehemalige Besatzungsmitglieder sind herzlich eingeladen. Weitersagen!

Freundlichst Horst Seffner


Nr. 01 (31.01.2011)

Liebe Freunde der Hochseefischerei,

Das Jahr hat kaum begonnen und schon ist der Januar zu Ende. Was gibt es zu berichten von diesem Januar. Doch einiges.

Am 21.Jan. traf sich der Dresdner Stammtisch. Die Stühle reichten nicht. Ein Thema des Abends war „Seemannsknoten“ An den Fotos erkennt man, wie alle mit einem Knotenseil hantieren und es regelrecht Spaß gegeben haben muss. Die Vorbereitungen für die Eröffnung der Museumsausstellung sind so gut wie abgeschlossen. Ein Paar Seestiefel hat sich auch noch angefunden. Fran Sakuth aus Thiessow/Rügen hat sie zur Verfügung gestellt. Er war bereit die Stiefel zusammen mit einer Knotentafel und einen Rettungsanzug nach Dresden per Post zu schicken. Für diese Bereitschaft hohe Anerkennung.

Am 22. Jan. traf sich der Warener Stammtisch. Auch hier tauchten neue Gesichter auf. Dietrich Atze Bäßler stelle sein neues Buch „Geschichten aus dem Seesack“ vor. Das große Interesse an den Geschichten und die anschließenden Wortmeldungen waren der Beweis für einen guten Beitrag. Auch die Veranstalter meinten: Ein gelungener Nachmittag.

Am 25. Jan. berieten die Organisatoren des Rostocker Stammtisches. Es wurde festgelegt, dass der nächste Stammtisch am 01. März um 18.00 Uhr in der Hafenkantine von Timo Lührs stattfindet. Einzelheiten dazu werden noch bekannt gegeben.

Auch der Thüringer Stammtisch hat weiterhin regen Zuspruch. Das nächste Treffen ist am 26.März. Angekündigt hat sich der Autor des Buches „Fänger und Gefangene“ Landolf Scherzer. Landolf Scherzer fühlt sich nach seiner kurzen Fahrzeit auf der „Friedrich Wolf“ immer noch eng verbunden mit der Hochseefischerei. Seine Aktivitäten zeigen, dass er sich noch eng verbunden mit unserem Beruf fühlt. Diese Zeit muss ihn doch sehr beeindruckt haben.

Der Film „DDR – Ahoi“ ist für den Grimme Preis nominiert. Der Grimme Preis zählt zu den höchsten Auszeichnungen auf dem Gebiet der Unterhaltungskunst. Was mag dazu geführt haben, dass dieser Film vorgesehen wurde für diese hohe Auszeichnung? Was ist das Besondere an dieser Dokumentation? Eigentlich doch nur, dass aus dem Nichts die größte, leistungsfähige Hochseefischereiflotte hervorging und ebenfalls aus dem Nichts die größte Frachtschiffreederei wurde. Wer den Film noch nicht gesehen hat, kann bei Hubert Klühe www.hochseefischer-backskiste.de unter Neuigkeiten den Film aufrufen.

Die Produktionsleiterin Regina Schmidt ist gestorben. Sie starb am 28.12.10 an einem Herzinfarkt. Sie arbeitete zunächst als Produktionsarbeiterin, qualifizierte sich und wurde durch ihre gute Arbeit zur Produktionsleiterin. In ihrer Abteilung sorgte sie immer für sehr gute Leistungen. Für ihr Schaffen wurde sie mit dem Karl Marx Orden ausgezeichnet. Gute Reise Regina.

 Ein Nachruf ist bei Günther Kröger www.rostocker-hochseefischerei.de nachzulesen

Das war der Januar.

Freundlichst Horst Seffner

 

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Letztes Update: 01.02.2012, 15:47 Uhr
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