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Schirmer
Jochen Schirmer
Kunstmaler


Arbeitskreis


60 Jahre
Fischwirtschaft
in Rostock Marienehe



Bilder vom Fischereihafen aus den Jahren 1950 bis 1990 und nach der Wende 1990

Fischereihafen




Ständige Ausstellung
Hochseefischerei 1950-1990

Societät Rostock maritim e.V.


Informationen, die uns Hochseefischer immer interessieren.


Fangquoten

Im Rundfunk, aber auch in der Presse wurde ab 14.12.09 über Entscheidungen zu Fangquoten informiert. Die Fangquoten für die Nordsee und den Nordatlantik wurden durch die EU-Fischereiminister für das Jahr 2010 festgelegt.
Es soll ein zähes Ringen gewesen sein, bis sie ein Ergebnis erzielten. Wir wissen auch, dass sie sich mit Norwegen (gehört nicht zur EU) noch nicht einigen konnten. Einiges ist also offen geblieben.

Hier nun die Ergebnisse:

Makrele: Die Fangmenge, der uns aus unserem Fischkaufgeschäft und dem Eigenfang bekannten Makrele, soll 2010 je nach Gebieten unter dem Niveau des Vorjahres liegen.
Im nördl. Gebiet gelten 65%, im südl. Gebiet 90 % gegenüber dem Vorjahr. Die Festlegungen sind nur vorläufig, weil man sich mit Norwegen über die Gesamtfangmenge noch einigen muss. (Verhandlungen Januar 2010).

Hering: Für Hering gibt es bereits eine endgültige Quote. Irische See Niveau Vorjahr, NW Irland u. Gebiete deutsche Nordseeküste Rückgang um 20%.

Schellfisch/Kabeljau: Die Fanggenehmigungen wurden eingeschränkt. Für die Keltische See verzichtete die EU- Kommission auf die geplante Senkung um 20%. Gültig bleibt die Quote des Vorjahres.

Betont wurde, dass die Quoten und Festlegungen auf wissenschaftliche Erkenntnisse basieren. Mitgeteilt wurde, dass bei Beständen, die eine gewisse Erholung aufweisen, die Quoten etwas angehoben wurden. Zum Ausdruck kommt diese Verfahrensweise bei der Fischart Scholle: Anhebung zum Vorjahr in der Keltischen See um 7%, Irische See um 14%.

In Auswertung der wissenschaftlichen Forschungsergebnisse, stellten man fest, dass sich grundsätzlich einige Fischarten erholt haben, weil einige Bestände nachhaltiger befischt wurden und die Überfischung dadurch abnahm. Die Fischer sollten auch in Zukunft den Wissenschaftlern mehr glauben schenken.

Dornhai/ Heringshai:
für beide Arten wurde ein Fangstop ausgesprochen.

Info für die Hobby- und Sportfischer:

Man will in Zukunft die Hobby-Fischerei stärker überwachen. Die geplanten Meldungen der Fänge der Hobby- und Sportfischer wurden abgeschmettert. Sie sind vom Tisch. Zukünftig können sie wieder so viele Fische fangen, wie sie wollen. Die Wissenschaftler wollen sich aber weiter mit dieser Freizeitfischerei beschäftigen. Gibt es allerdings Fischarten, für die generell sogenannte Erholungspläne feststehen, dann müssen sie sich darauf einstellen, dass die Mengen gemeldet werden müssen.

Ostsee:
Zur Fischerei in der Ostsee habe ich folgende Infos gefunden. Die EU-Fischereiminister legten fest...

Dorsch: Grundsätzlich darf im kommenden Jahr in der Ostsee mehr Dorsch gefangen werden, weil eine leichte Erhöhung der Bestände festgestellt wurde.
Die Quote westl. Ostsee könnte um ca. 9%, in der östl. Ostsee könnte um 15% steigen.

Hering: Erneut wurde eingeschätzt, dass sich die Heringsbestände im westl. Gebiet nicht so gut entwickelt haben. Die Besorgnis, die bei der Vergabe der Quoten ausgesprochen wurde, sollte von den Fischern ernst genommen werden. Westl. Ostsee um 16,5% gesenkt - mittlere Ostsee um 12% gesenkt werden.

Sprott: Für diese Fischart wird die Quote um 5% gesenkt.

Lachs: Außer in der Finnischen Bucht gleiches Fangniveau wie im Vorjahr, alle anderen Gebiete um 5% gesenkt

Scholle: Sie darf in der gleichen Größe, wie im Vorjahr gefischt werden.

Zusammenfassung:
Die Verhandlungen, Anfang dieser Woche, sollen nicht einfach gewesen sein. Die konkreten Fangmengen sind aber erst vorläufig vergeben worden, um die Fischerei zu Jahresbeginn nicht zu behindern. Endgültig werden sie im Frühjahr vorliegen. Ich erinnere an die Probleme mit Norwegen.
Trotzdem sollen die Minister mit dem Ergebnis zufrieden sein. Ob es die Fischer auch sind, wird sich zeigen.

(Unterlagen wurden aus Infos aus dem Internet zusammen gestellt, sie werden sicherlich nicht vollständig sein.)




Letztes Update: 07.01.2010, 16:50 Uhr
Günther Kröger - 2008