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Schirmer
Jochen Schirmer
Kunstmaler


Arbeitskreis


60 Jahre
Fischwirtschaft
in Rostock Marienehe



Bilder vom Fischereihafen aus den Jahren 1950 bis 1990 und nach der Wende 1990

Fischereihafen




Ständige Ausstellung
Hochseefischerei 1950-1990

Societät Rostock maritim e.V.


Erhöhte Kabeljauquote in der Nordsee

von Günther Kröger

Die Agrarminister der EU einigten sich vor wenigen Tagen auf EU-Fischquoten für 2009. Auch eine Einigung mit Norwegen wurde für den Fang erzielt. Es sind relativ gute Ergebnisse für die Fischer. 30 Prozent der beliebten Speisefische dürfen laut –Freie Presse- gegenüber 2008 mehr gefangenwerden. Vor Norwegen dürfen sogar 13 Prozent mehr Kabeljau gefangen werden. Bezogen auf alle EU-Fischereizonen erhöht sich für die deutschen Hochseefischer die Fangquote für Kabeljau um elf Prozent, auf rund 11.300 Tonnen und für Makrele um 35 Prozent auf 20.300 t. Die Fangquote für Hering sinkt die deutsche Fangquote um 11 Prozent auf rund 24.000 Tonnen und für Seelachs um 9 Prozent auf 16.500 Tonnen, lt.Freie Presse vom 20.12.08.

Der Kabeljau in der Nordsee soll in einem besseren Zustand sein und sich erholt haben.

Umweltschützer bezeichnen diesen Quotenbeschluss als ein riskantes Spiel. Ihrer Meinung nach, befindet sich der Kabeljau immer noch nahe dem historischen Tiefstand.

Diskutiert wurde ebenfalls der Umgang mit dem Beifang. Umweltschoner kritisieren, dass Maßnahmen zur Reduzierung des Beifanges bisher nicht gegriffen haben. So kann man bei der Tagesschau.de nachlesen, dass auf jeden verwerteten Kabeljau z.B., derzeit einer weggeworfen wird.

Nun sollen Verbesserungen an den Netzen erfolgen. Es sollen, neben der Einhaltung der vorgeschriebenen Maschengrößen, Fluchtfenster eingebaut werden. Auch akustische Warnsysteme sollen erprobt werden.

Nach Angaben der EU-Kommission sind in Europa 88 Prozent der Bestände überfischt. Weltweit sind es 25 Prozent. Bei der jährlichen, stets heftig umstrittenen Festlegung ihrer Quoten für das folgende Jahr halten sich die 27 EU-Minister üblicherweise bei weitem nicht an die Empfehlungen von Wissenschaft, Umweltschützern und EU-Kommission.

Die EU-Agrarminister standen, wie schon so oft zwischen Baum und Borke. Einerseits ging es um eine verantwortungsvolle Bewirtschaftung der empfindlichen Bestände. Anderseits geht es immer wieder um die Aufrechterhaltung der Tätigkeit der Fischer.

Ich denke all diese Maßnahmen helfen in bestimmten Fangsituationen die Bestände zu schonen, gehen aber meistens an der Realität in der Hochseefischerei vorbei. Denn es ist immer noch nicht möglich den Fisch vor dem Netz zu sortieren oder im Netz das Selektieren zu verbessern. Die Fischer sind in bestimmten Fällen gezwungen 50 Prozent ihres Fanges wieder über Bord zu werfen, wenn eben zuviel Beifang enthalten ist oder sie für bestimmte Fischarten keine Quote haben.

Ich denke aber, die vorteilhafteste Methode ist, die Fischer für eine verträgliche Schonung der einzelnen Bestände zu gewinnen, weil sie sich sonst selber schaden.


 


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Letztes Update: 01.01.1970, 01:00 Uhr
Günther Kröger - 2008