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60 Jahre
Fischwirtschaft
in Rostock Marienehe



Bilder vom Fischereihafen aus den Jahren 1950 bis 1990 und nach der Wende 1990

Fischereihafen




Ständige Ausstellung
Hochseefischerei 1950-1990

Societät Rostock maritim e.V.


Aktuelle Mitteilungen

*** Was ehemalige Hochseefischer interessiert ***


Der verhängnisvolle Kurs der „Costa Concordia", bereitgestellt von Thomas Dietrich/Lotse Nord-Ostsee-Kanal.
Kommentar: jeder Kommentar ist nach der Betrachtung überflüssig.

Die vorletzte Handlung des Kapitän...Grounding....kann als richtig angesehen werden.

Günther Kröger

Ich hoffe, dass diese Info überall Interesse findet.



die volle Auflösung der Animation (1316x868) kann hier (rechte Maustaste - Ziel speichern unter... ) runter geladen werden.
Ein kostenloses brauchbares Programm zur Videowiedergabe ist VLC

Von der Seite QPS (Quality Positioning Services) können weitere Animationen des Unglücks angesehen werden -
Rekonstruktion
3D-Animation
Animation

 


Hochseefischer in der DDR

Für viele war es ein Traum, aber nur wenige durften diesen Traum auch leben.
Das Fischkombinat Rostock und Sassnitz sowie alle Küstenfischer an der Ostseeküste, mussten nach der Wende große Veränderungen in diesem Bereich hinnehmen.
Das Rostocker Fischkombinat, wurde bis auf ganz wenige Fahrzeuge vollkommen abgewickelt und die Seeleute wie Hafenarbeiter entlassen.
Viele mussten sich eine neue Existenz aufbauen,dabei blieb es nicht aus das es die Hochseefischer in alle Himmelsrichtungen verschlagen hat.
Das gilt auch für den Bereich Bayern, attraktiv dabei waren die Schiffe der Binnenschifffahrt.
Auf dem Main aber auch auf dem Rhein gab es viele Angebote,für unsere Seeleute.so kam es das in der Binnenschifffahrt Gesamtdeutschlands viele der ehemaligen Fischer der DDR unterwegs sind.
Viele dieser Seeleute kannten sich gut, haben aber durch diese Veränderungen den Bezug zu ihren alten Kollegen verloren.Wir möchten gerne helfen das diese Fischer sich wiederfinden.
Überall wurden sogenannte Stammtische gegründet, ob in Mecklenburg oder Thüringen aber auch in Sachsen.
Nun haben wir Hochseefischer die in Bayern wohnen uns zur Aufgabe gemacht auch hier einen Stammtisch aufzumachen.
Da auch viele Hochseefischer nach Bayern gezogen sind, rufen wir hiermit auf , meldet euch oder schaut auf die HP von Hans Kühn.

E-mail hansmanny@yahoo.de oder www.hochseefischerhans.com

Ich bin dabei Jörg Sauer/jokkel58@web.de also meldet euch.
Gruß jokkel



Fangquoten - ein Weihnachtsgeschenk

Vor einigen Tagen konnte man der Presse entnahmen,dass die Heringsquote in der Nordsee stark erhöht wurde. Die EU-Minister haben lange mit sich gerungen und legten eine Reihe Quoten neu fest.

Hier einige der Ergebnisse:

Gebiet Westschottland - Kabeljaufang wurde wegen Überfischung untersagt.
Nordsee - Kabeljaufangquote liegt um 1% gegenüber dem Vorjahr niedriger.
Nordsee - Erhöhung der Heringsquote um 100%. Deutsche Fischer können 40.000 t entnehmen.
Auch die Quote für Schollen und Schellfisch werden erhöht

Ges.Gebiet Reduzierung der Seelachs und Rotbarschquote um 15%

Die endgültigenQuoten kommen etwas später.

 

Informationen zur Hochseefischerei, der Kutter- und Küstenfischerei nach 1990 im europäischen Raum und speziell in Deutschland

 

Betrachtungen zur Rostocker Hochseefischerei nach der Wende

von Günther Kröger

Mit der Wiedervereinigung beider deutscher Staaten, musste im Fischereistandort Rostock-Marienehe die Flagge des Fischkombinates Rostock eingeholt werden. Bei den Entscheidungen, die damals getroffen werden mussten, wurde von einer Wiedervereinigung Deutschlands ausgegangen.

In dem Buch: " Zur Entwicklung der ostdeutschen Fischwirtschaft nach 1945 bis in die Gegenwart" schrieb Wilfried Holm (1.Stellv. des GD des AHB Fischimpex Rostock):
"Damit musste ein schnelles Ende aller völkerrechtlichen Verträge mit anderen Staaten sowie jegliche Eigenständigkeit auf dem Gebiet der Fischereipolitik zur Absicherung des Flotteneinsatzes angenommen werden, da die Bundesrepublik Deutschland ihre diesbezüglichen Kompetenzen bereits vor Jahren an die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) bzw.die Europäische Gemeinschaft (EWG) abgetreten hatte.

Auch der Einsatz der Flotte der Hochseefischerei über die Geschäftstätigkeit des AHB Fischimpex konnte keinen Bestand haben, da sie letztendlich im Außenhandelsgeschäft auf Erträgen und Aufwendungen zu marktgerechten Preisen in konventierbaren Währungen und im Binnengeschäft auf Aufwendungen und Erträgen zu staatlich festgesetzten Preisen in Markt der DDR beruhte, wobei durch die Tätigkeit des AHB Fischimpex ausgeglichene Bilancen in beiden Währungen erreicht werden mussten. Da bei der Bildung der staatlich festgesetzten Preise in Mark der DDR eine staatliche Preisstützung enthalten war, konnte diese Geschäftstätigkeit bei der Anwendung markgerechter Preise in konventierbarer Währung keinen Bestand haben."

Feststellen kann man, dass unsere Erzeugnisse von hoher Qualität waren, doch ob sie den markwirtschaftlichen Anforderungen gerecht wurden, war offen. Unter diesen Tatbeständen und dem Wirken der freien Konkurrenz im Handel, war eine Deckung der Kosten fraglich. Weiterhin mussten bei den Entscheidungen die augenblickliche Einschätzung der Fischereiressourcen berücksichtigt werden. Holm führt in dem oben genannten Buch aus: "Für die Fischerei eines vereinten Deutschlands wurden keine zusätzlichen Fangrechte zu Lasten anderer Mitgliedsstaaten der EG oder durch Aufstockung der Gesamtfangmengen bedrohter Fischarten gefordert. Eine Veränderung des bestehenden Quotenschlüssels wurde ausgeschlossen. Der Fischwirtschaft der DDR sollte ein Zugriff auf noch verfügbare Ressourcen nach den rechtlichen Bestimmungen der EG gestattet werden…..Die zukünftige nationale Verteilung von Fangquoten erfolgt ausschließlich auf der Grundlage des Seefischereigesetzes der Bundesrepublik Deutschland, soweit keine Veränderungen in dem Einigungsvertrag aufgenommen würden." Aus diesen Darlegungen wird ersichtlich, dass die Aufrechterhaltung der DDR-Fischerei in den ehemaligen Größen unmöglich war. Es kamen nun Entscheidungen zur drastischen Reduzierung der damaligen Hochseefischereiflotte in Rostock und Sassnitz. Die Schiffe der Hochseefischerei in Rostock und Sassnitz wurden abgewrackt oder verkauft. Möglichkeiten des Einsatzes unserer Schiffe außerhalb der EG-Gewässer oder in Joint-Ventures mit anderen Staaten zerschlugen sich und waren nicht tragbar.

In dieser Phase der Umwandlung in Kapitalgesellschaften wurde der ehemalige VEB Fischfang Rostock vom Handelsregister als "Rostocker Fischfang-Reederei GmbH" im Aufbau eingetragen. Dieser neuen Gesellschaft sollte die gesammte Flotte mit allen seeseitigen Beständen an gefrorenen Produkten, Vorräten und Ausrüstungen sowie Vorräten und Ersatzteilen an Land zugeordnet werden. Dazu gehörte lt.Holm auch das seefahrende Personal.

Lt.Holm hatten die Vereinbarungen der gemischten Facharbeitsgruppe Fischwirtschaft für das zweite Halbjahr 1990 eine Veringerung der Fangflotte um ca. 14.000 BRT vorgesehen. Realisiert wurden zu diesem Zeitpunkt ca. 13.650 BRT. Die Dramatik der Lage, lt. Holm bestand darin, dass ohne Einbeziehung der für eine Einbringung in eine gedachte zukünftige neue Fischfanggesellschaft vorgesehenen Schiffe (7 Fang-und Verarbeitungsschiffe des Typs Atlantik Typ 333 und 1 Atlantik- Supertrawler) zum Ende des Jahres 1990 im Fischereihafen Rostock-Marienehe Fangschiffe mit ca. 37.700 BRT und im Hafen von Sassnitz weitere 6.650 BRT aufgelegt waren. Das waren 90 % der ehem. Flotte.

Im Einsatz blieben lediglich Ende 1990 , für die Mecklenburger Hochseefischerei GmbH vorgesehen (neue Gesellschaft nach Abspaltung am 05.04.1991 von der Rostocker Fischfangreederei GmbH), die 7 Gefriertrawler und und 1 Supertrawler in Rostock und lt. Holm in dem genannten Buch, 13 Schiffe der 26,5 m Kutter-Klasse der Sassnitzer Fang-und Verarbeitungs- und Hafenbetriebsgesellschaft mbH. Diese Kutter konnten in der Art des MBO-Vertrages an die jeweiligen Kapitäne verkauft werden.

Doch das Ziel, die oben genannten Schiffe in Rostock zu erhalten, war kompliziert. Man versuchte eine neue Gesellschaft mit Beteiligung der Deutschen Fischfangunion GmbH, Cuxhaven und dem Land Mecklenburg-Vorpommern sowie der Hansestadt Rostock zu bilden. Sie sollten die Schiffe von der Rostocker Fischfang-Reederei GmbH übernehmen. Doch die Regierung von Mecklenburg-Vorpommern machte nicht mit, so kam diese Konstellation nicht zustande. Nun sollte ein neuer Weg durch die Abspaltung der Mecklenburger Hochseefischerei GmbH von der Rostocker Fischfang-Reederei beschritten werden. In der Geschäftstätigkeit wurde die Aktiva und Passiva an die neue Gesellschaft übertragen. Ein weiterer Schritt war die Privatisierung der Mecklenburger Hochseefischerei GmbH. Hierfür wurde ein isländischer Partner gewonnen. Durch den aktiven Einsatz des Vorstandes der Deutschen Fischwirtschaft gelang es, auch das Land Mecklenburg-Vorpommern umzustimmen. Danach hatte der isländische Partner 60%, das Land Mecklenburg-Vorpommern 25% und die Hansestadt Rostock 5%.


 

Die folgende Darstellung gibt einen Überblick zum

"Stand und Entwicklung der Hochseefischerei in Deutschland"

von Herrn Dr.-Ing. Uwe Richter (Geschäftsführer der Doggerbank Seefischerei GmbH und der Mecklenburger Hochseefischerei GmbH Fischerei in Mecklenburg-Vorpommern).

Der Vortrag von Herrn Dr. Uwe Richter "Stand und Entwicklung der Hochseefischerei in Deutschland" wurde unseriös missbraucht und wird in Übereinstimmung mit dem Verfasser aus der HP genommen.

Günther Kröger

 


 

Fischerei in Mecklenburg-Vorpommern 2011

von Kpt. Norbert Kahlfuss Vorsitzender des Landesverband der Kutter- und Küstenfischer Mecklenburg-Vorpommern e.V .

In MV sind

315 Fischereibetriebe im Haupterwerb registriert, davon 4 in der Großen Hochseefischerei.
Zu den 311 Betrieben der Kutter- und Küstenfischerei gehören 600 Fahrzeuge.
Außerdem gibt es noch 140 Nebenerwerbsfischer mit 177 Fahrzeugen

Die regionale Verteilung sieht in etwa wie folgt aus:

Rügen und Hiddensee ca. 100 Betriebe
Usedom/Wolgast ca. 90 Betriebe
Stralsund u. Umgebung ca. 60 Betriebe
Wismar/Rostock ca. 60 Betriebe

Der Großteil der Kutter- und Küstenfischer ist Mitglied einer der 5 Erzeugerorganisationen und des Landesverbandes der Kutter- und Küstenfischer MV



 

Fischereiüberblick in der Europäischen Union
Quelle: Europäische Union 2010

Hier können Sie den Bericht herunterladen


 

Neues Unheil für die Fischerei


Die Freie Presse berichtete am 14. Juli 2011, dass die EU-Kommission den Fischfang radikal einschränen will. Es wird jedoch darauf verwiesen, dass das Vorhaben auf Grund des Widerstandes der Mitgliedsstaaten scheitern kann.

Die Kommission in Brüssel will das Problem der Überfischung der Fischbestände innerhalb von vier Jahren stoppen,so die Meinung der Fischereikommissarin Maria Damanaki. Sie sagt: „Wir müssen handeln, um alle Fischbestände wieder in einen gesunden Zustand zu versetzen.“ Dies ist aber den Umweltschützern und den Grünen noch überhaupt nicht ausreichend und wird als viel zu lasch angesehen. Sie kritisierten die Pläne im Europaparlament.


Wir erinnern uns, die Ausbeutung der Fischbestände steht seit Jahren im Mittelpunkt der europäischen Politik. In meiner HP habe ich den Kampf der Fischer um gerechte und wissenschaftlich aufbereitete Fangquoten dargestellt. Nun meint Brüssel, dass inzwischen drei Viertel der Bestände überfischt sind. Dabei im Atlantik 63 Prozent, im Mittelmeer sogar 82 Prozent. Sie sind der Meinung, die Fangflotten fangen mehr Fisch als nachwachsen kann. Dadurch wird neben der Umwelt auch die Wirtschaft bedroht. Die EU-Kommissarin erklärte: „Die Fangerträge gehen zurück, und der Fangsektor sieht einer ungewissen Zukunft entgegen“.


Die Pläne der Kommissarin sehen so aus, dass bis 2015 die Befischung auf ein Niveau gebracht wird, welches das Üerleben der Bestände nachhaltig sichert. Dafür sollen die Fangquoten langfristiger, auf der Grundlage verfügbarer wissenschaftlicher Empfehlungen festgelegt werden. Sie bemängelte, dass es Empfehlungen derzeit bereits gibt, doch letzendlich die Quoten jedes Jahr durch die EU-Regierungen entschieden wurden. Häufig gingen diese über die Empfehlungen der Wissenschaftler hinaus.
Die Kommissarin will nun auch, dass der Beifang nicht ins Meer zurück geworfen wird, sondern auf die Quote angerechnet wird. Damit will sie die Fischer zu gezielten Fangmethoden zwingen.


Ein weiteres Ziel der Fischereikommissarin ist der Handel mit Fangquoten. Mit diesem Instrument können Fischer ihre nicht abfischbaren Mengen verkaufen. Sie hat bestimmt vergessen, dass die Fischer über diese schon längst nicht mehr verfügen. Sie denkt aber, dass mögliche Folgen darin bestehen, dass diese Scheinmengen bei großen Unternehmen landen. Fischereiboote unter 12 Meter sind von diesem Handel ausgeschlossen.


Auch wir als Verbraucher sollen hier mitwirken. Es sollen Informationen über Herstellungsmethoden, Fanggebiete und über die Frische der Fische auf den Produkten verzeichnet werden. Daraus sollen wir die Qualität des Produktes und die Nachhaltigkeit des Fanges beurteilen und entscheiden,was gekauft werden könnte.


Alle Vrschläge der Fischereikommissarin gehen nun an die EU-Staaten und an das EU-Parlament. Und es gibt noch eine Forderung, diesmal von einem Biologen , Rainer Froese vom Leibnitz-Institut für Meereswissenschaften in Kiel. Er möchtet, dass nicht der Landwirtschaftsminister, sondern die Umweltminister über Fangquoten entscheiden. Sicherlich könnte dann umgehend die Fischerei eingestellt werden.


Notwendig wäre, wenn auch die Fischer diese Vorschläge erhalten würden und nicht über ihren Kopf hinweg entschieden wird. Ohne Einbeziehung der Fischindustrie und der Fischer geht gar nichts.


 

Streit um den Walfang USA-Island


Wie aus Helsinki verlautet, überdenken die USA Sanktionen gegenüber Island. Dies wurde aus Regierungskreisen aus Washington bekannt. Die Regierung der USA stützen sich dabei auf ein Gesetz, demzu
folge der US-Präsident gegen ausländische Staaten vorgehen kann, die gegen internationale Tierschutzgesetze verstoßen.


Island hat seine Aktivitäten in der Jagd auf die gefährdeten Finwale erhöht und auch wieder Walfleisch auf dem internationalen Markt angeboten. Wir erinnern uns alle, dass der kommerzielle Walfang seit 1986 verboten ist. Doch über die wissenschaftlicher Forschung nutzen die Länder Island, Japan und Norwegen bestehende Ausnahmegenehmigungen.

 

 

 

Informationen, die uns Hochseefischer immer interessieren.

 




Bordfest ROS 316 Junge Welt – ROS 317 Junge Garde

Wintereis

Hochseefischer-Nachrichten Nr. 14
ist erschienen

Beschlüsse zur Museumslandschaft in Rostock


Treffen - Besatzung "Bruno Apitz"
Zeitzeugenberichte, Artikel aus der Betriebszeitung "Hochseefischer" sowie Standpunkte zu den geschichtlichen Ereignissen können Sie auf der Seite "Berichte und Standpunkte" in einer Zeitleiste nachlesen.
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Letztes Update: 22.02.2012, 21:04 Uhr
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